Therapieabschluss
1. Therapie endet nicht mit dem letzten Termin
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Patient:innen tragen die Verantwortung, Therapieerfolge langfristig zu erhalten
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Beschwerden oder Einschränkungen sind nach Rezeptende nicht automatisch vollständig gelöst
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Der Therapieabschluss beeinflusst Zufriedenheit, Vertrauen und Bindung an die Praxis
2. Orientierung und Sicherheit aktiv vermitteln
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Patient:innen benötigen Klarheit über ihren aktuellen Stand und die nächsten Schritte
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Fragen nach Weiterentwicklung, Rückfällen und Belastbarkeit müssen angesprochen werden
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Sicherheit entsteht durch verständliche Einordnung des Erreichten und des weiteren Weges
3. Therapieerfolge sichtbar und greifbar machen
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Reflexion des Ausgangszustands im Vergleich zum aktuellen Status
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Fokus auf funktionelle Verbesserungen im Alltag, Beruf oder Sport
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Aktive Einbindung der Patient:innen in die Wahrnehmung ihrer Fortschritte
4. Schlechte Abschlüsse bewusst vermeiden
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Kein Abschluss zwischen Tür und Angel oder unter Zeitdruck
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Verabschiedung ohne Struktur erzeugt Unsicherheit und fehlende Selbstwirksamkeit
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Fehlender Abschluss schwächt Therapieerfolg und Praxiserlebnis
5. Selbstmanagement und Weiterführung gezielt vorbereiten
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Transparente Empfehlung zu weiterführendem Training oder Übungsprogrammen
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Klare Hinweise, wann erneute Therapie sinnvoll oder notwendig ist
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Stärkung der Eigenverantwortung und des Vertrauens in die eigene Belastbarkeit
6. Strukturierter Abschluss als professioneller Standard
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Ausreichend Zeit für einen klaren, wertschätzenden Abschluss einplanen
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Patient:innen verstehen ihren Status und wissen konkret, wie sie weitermachen
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Ein vollständiger Therapieabschluss fühlt sich für beide Seiten stimmig und rund an
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