Beziehungsmanagement 1. Einarbeitung neuer Mitarbeiter Ziel: Die sorgfältige unkomplizierte Einarbeitung neuer Mitarbeiter soll der effizienten Orientierung in der Praxis und Integration ins Team und deren Abläufe dienen. Vorgehensweise: Nach Vertragsabschluss, aber vor dem Arbeitsbeginn: Personalfragebogen schicken und ausfüllen lassen, dann ans Steuerbüro schicken Foto und Infos für Homepage fertigstellen Arbeitszeiten sollten vorab vor dem Beginn des ersten vertraglichen Arbeitstages abgesprochen sein Einrichtung der Therapeutenspalte im Programm, für Terminvergabe vorab Klärung der Teambesprechungen (fällt in Arbeitszeit? Oder andere Lösung?) Planen der Zeiten für Begrüßung, Hospitation und Einarbeitungen bei Mitarbeiter und Leitung Impfnachweis für Masern und Covid-19 einfordern Zertifikate und Berufsurkunde zur Anmeldung bei der Arge einreichen, ggf. anfordern 1. Arbeitstag: Begrüßung (Blumenstrauß) Schlüsselübergabe mit Unterschrift Umkleideschrank zeigen Praxis zeigen: Kleidung, Wäsche, Vorräte (Desinfektion, Handschuhe, Mundschutz, Küchenrollen, Toilettenpapier, Reinigungsmaterialien, Fango, Laken…) Max. 50 % der Termine belegen, andere Zeiten bei Kollegen hospitieren, evtl. anschließende Übernahme der Pat. sich mit Räumlichkeiten und Materialien vertraut machen Einrichten von Programm to go auf Handy oder Tablett Benutzer einrichten für Programm und Passwörter festlegen 1. Arbeitswoche: Keine 100% ige Belegung der Termine Weiteres vertraut machen mit Materialien, Räumlichkeiten und Abläufen unter Zuhilfenahme des Organisationshandbuches oder direktes Nachfragen (Organisation- Rezeption, Therapie- Kollegen oder Leitung) Hospitationen Umgang mit Programm Elektrogerät zeigen und Einweisung unterschreiben Hygieneplan zeigen, erklären und unterschreiben BG Richtlinien zeigen erklären und unterschreiben Stoßwelle zeigen Wellengang zeigen Erklären von Möglichkeiten im Selbstzahlerbereich (Abläufe hierfür gesondert bzw. über Organisations-Handbuch erklären) Planung der einzelnen Bereiche jeweils zeitorientiert 30 – 60 min mit leitendem Therapeuten oder Leitung Regelmäßige Hospitationen wären angedacht auch in der Folgezeit, sofern der Therapeut es einfordert oder es seitens der Leitung erforderlich ist. 100 Tage Gespräch einplanen Erfolgsmessung: Hat sich der neue Mitarbeiter zeitnah ins Team integriert? Sind dem neuen Mitarbeiter die Abläufe bekannt? Werden viele Nachfragen gestellt? 100 Tage Gespräch Verantwortung: [Name], therapeutische Leitung, Rezeptionskräfte Material: Orga-Buch, Listen, Schlüssel 2. Mitarbeiterbefragungen Ziel: Stimmungen im Team objektiv wahrnehmen und reagieren Möglichkeit des Mitarbeiters Feedback zu geben Erfolgsmessung: 1x jährlich zur Mitarbeiterbesprechung, 1x halbjährlich in Form des Einfangens eines Stimmungsbildes per Fragebogen Auswertung und Stellungnahme je nach Bedarf mit dem Verantwortlichen zu der Befragung im Einzelgespräch /zur nächsten Teambesprechung Verantwortung: [Name]/ stellvertretende fachliche Leitung Material: Formular Mitarbeiterbefragung, wenn nötig (siehe im Ordner: Vorlagen für Anlagen im OrgaHandbuch PDF: Mitarbeiterbefragung) 3. Mitarbeitergespräch Ziel: Möglichkeit des persönlichen Gesprächs von Mitarbeiter und [Name], aktuell 1x/Jahr [Name] bewertet und erläutert die Leistung des jeweiligen Mitarbeiters Zielsetzung beider Parteien werden gesetzt und ggf. Fortbildungsbedarf festgelegt Der Mitarbeiter hat die Möglichkeit des offenen Feedbacks bzgl. Praxisinterna und Praxisleitung Vorgehensweise: Termin findet innerhalb der Arbeitszeit statt und wird dem Mitarbeiter vorab genannt Gespräch orientiert sich am Formular Mitarbeitergespräche [Name] und Mitarbeiter bereiten sich im Rahmen des Formulars auf das Gespräch vor Zielvereinbarungen werden festgelegt und dem Protokoll hinzugefügt Das Protokoll des Gesprächs erhalten beide Parteien Im Laufe des Jahres überprüft [Name] die vereinbarten Ziele und deren Umsetzung Verantwortung: [Name] Erfolgsmessung: Wurde mit jedem Mitarbeiter mindestens einmal im Jahr ein Gespräch geführt? Konnten die im Gespräch festgelegten Ziele umgesetzt werden? Material: Formular Mitarbeitergespräche (siehe im Ordner: Vorlagen für Anlagen im OrgaHandbuch PDF:Mitarbeitergespräch) 4. Konfliktmanagement Im Umgang mit anderen Menschen kommt es immer wieder zu Konflikten. Ziel: Konflikte möglichst schnell zu beseitigen Angenehme Gesprächsführung herbeiführen Sachliche Herangehensweise Emotionen benennen und damit positiv umgehen können Keine verbalen Angriffe provozieren/produzieren Vorgehensweise: Wir möchten in der Praxis einen achtsamen Umgang miteinander pflegen und eine gewaltfreie Kommunikation etablieren. Dafür bedarf es einiger Skills. Dies dient als Anleitung, um einen Konflikt möglichst gut für beide Seiten zu lösen. SAG-ES – Methode Die „Sag-Es Methode“ hilft die eigene individuelle Wahrnehmung und Wünsche in Konfliktgeschehen zu äußern – oder Feedback zu geben (Anerkennung oder Kritik) Sichtweise schildern: „Mir ist aufgefallen, dass…(konkrete Beobachtungen) Auswirkungen beschreiben: „ Das bedeutet für mich, dass…“ Gefühle verdeutlichen: „ Ich fühle mich…(Achtung Falle: Ich fühle mich von Dir ungerecht behandelt ist eine DU-Botschaft. BESSER: Ich bin verärgert/Überrascht/enttäuscht… Eigene Interessen formulieren: „Ich wünsche/erwarte von Dir… Sichtweise des Anderen erfragen: „Wie siehst Du das? Mich interessiert, wie Du darüber denkst.“ Der Feedbackgeber spricht zuerst in einem Monolog, erst nach Schritt 5. Suchen die Parteien gemeinsam nach Kompromissen/Lösungen. Anmerkung: Nach dem Psychologen Paul Ekman gibt es 7 Formen von Emotionen: Freude, Wut, Angst(Furcht), Traurigkeit, Überraschung, Verachtung, Ekel. Lazard spricht von 10 Formen: Interesse, Leid, Widerwillen, Freude, Zorn, Überraschung, Scharmgefühl, Furcht, Verachtung und Schuldgefühl. Ein weiteres Modell zur besseren Verständigung im Team ist das 4-Ohren Modell Kommunikation findet immer auf allen 4 Ebenen statt. Selbstoffenbarung Sachinhalt (Was ich von mir kundgebe) (Worüber ich informieren möchte) Beziehung Apell ( Was ich von dir halte) (Wozu ich dich veranlassen möchte) Auf diesen 4 Ebenen Hören wir nicht nur, sondern sprechen auch. Sender und Empfänger kommunizieren daher immer auf allen Ebenen. Es geht dabei um die Verständigung möglichst auf derselben Ebene. Verantwortung: Jeder Mitarbeiter der Praxis, Führungskräfte Erfolgsmessung: Stimmung im Team ist positiv, Konflikte werden mit Ergebnis ausgetragen Material: Anwendung der SAGES-Methode, ggf. Feedbackbögen der Mitarbeiter