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# Hormone

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Hormone  
= Signal- und Botenmoleküle, dienen Regulation der verschiedenen Körperfunktionen können von hormonbildenden Zellen in umliegendes Gewebe/ in Blutgefäße abgegeben werden  
\- kontinuierliche Abgabe ins Blut, langsame und langanhaltende Wirkung (Nervensystem: schnell)  
wichtigste Hypothalamushormone  
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HYPOPHYSE  
\- reguliert alle Hormondrüsen, außer Epiphyse  
\- Vorderlappen: Adenohypophyse und Hinterlappen: Neurohypophyse  
(liegt in Sella turcica, für optimale Funktion: freie Bewegung Os Sphenoidale)  
\- Verbindung: Fascia pharyngobasilaris (an SSB &amp; Proc. Basilaris des OCC) -&gt; Rachenmuskulatur -&gt;  
gesamte Zentralsehne  
→ funktionelle, hormonelle &amp; fasziale Beeinflussung auf andere Drüsen  
Gefäße und Nerven:  
\- A. hypophysialis superior und inferior (aus A. carotis interna, Teil des Circulus arteriosus cerebri)  
→ A. carotis interna verläuft zunächst an Vorderseite der ersten beiden Halswirbel und tritt über Carotiskanal (Pars petrosa, Os Temporale) ins Schädelinnere; 90°!, Sinus Cavernosus (erneuter Bogen: Carotis Siphon) bis seitliche Ränder Sella turcica, am Ansatz der freien Ränder des  
Tentorium cerebelli; hier Abzweigung A. hyp. superior und inferior  
\- Vv. Hypophysiales münden in Sinus intercavernosus anterior und postrior sowie in Sinus cavernosus; weiter in Sinus petrosus superior und inferior, münden über Sinus sigmoideus in V. jugolaris  
→ wichtig für Abfluss: Tentorium cerebelli, Diaphragma sellae, anteriorer Teil Dura mater und Foramen jugolare  
\- sympathische Fasern: Ggl. Cervicale superius (C1-3) und Ggl. Cerv. Inf. (C7-Th1)  
\- parasympatische F.: Ggl. Sphenopalatinum  
\- zentrale Nervenverbindungen aus Hypothalamus ziehen bis Hypophysenhinterlappen  
Funktion:  
\- gesteuert von Hypothalamus (Kommandozentrale des symp. NS)  
→ dieser erhält Infos aus versch. Regionen des Gehirns, sensorische Signale aus inneren Organen &amp; Augen, sowie emotionale Erfahrungen; er hat endokrine Fkt., weil er mit HVL in Verbindung steht, Einfluss auf Verhaltenssteuerung; verantwortlich für Hunger, Durst, Atmung, Temp. &amp; RR; auf zerebraler Ebene hat er höchste Serotoninkonzentration (nervales Gleichgewicht)  
\- Hypophyse ist ständig um Gleichgewicht bemüht  
\- Hormone Adenohypophyse (HVL):  
-&gt; GH/ STH (Growth Hormon): für Körperwachstum erforderlich  
-&gt; PRL (Prolaktin): Bildung Muttermilch  
-&gt; ACTH (Adrenokortikotropes Hormon): stimuliert Ausschüttung Glucokortikoide durch Nebennieren  
-&gt; MSH (Melanozytenstimulierendes Hormon): Pigmentierung der Haut  
-&gt; TSH (Thyroideastimulierendes Hormon): Schilddrüsenhormonausschüttung  
-&gt; FSH (Follikelstimulierendes Hormon): Bildung von Eizellen &amp; Östrogen durch Ovarien bzw. Produktion Samenzellen  
-&gt; LH (Luteinisierendes Hormon): reguliert Ovulation &amp; Ausschüttung von Östrogen und Progesteron bei der Frau bzw. Testosteron beim Mann  
\- Hormone Neurohypophyse (HHL):  
-&gt; OT (Oxytocin): fördert Milchsekretion und Kontraktion Uterus während Geburt  
-&gt; ADH (Antidiuretisches Hormon): vermindert Harnproduktion

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SYMPTOME HYPERPHYSENÜBERFUNKTION  
\- ist Hypothalamus wiederholtem Stress ausgesetzt, führt seine Stimulation zur Aktivierung der Hypophyse (endogener oder exogener Ursprung)  
\- bei Überfunktion auch häufig Dysfunktion der SSB oder zu schneller kranialer Rhythmus (Norm etwa 8 Zyklen/ min; entspricht ca. 4 Sek für Inspir- und Exspirbewegung)  
o bei erhöhter TSH Ausschüttung: Engegefühl im Hals, Palpitationen, Zittern, Übererregung  
o erhöhte FSH Ausschüttung: Hitzewallungen, Gesichtsröte, Stauungen im Unterbauch, Menstruationsstörungen  
o erhöhte ACTH Ausschüttung: Frösteln, kalter Schweiß, Palpitationen, Spannungen NN – Region mit Muskelspasmen und Muskelkater, Schreckhaftigkeit  
o erhöhte STH (GH) Ausschüttung: starkes Schwitzen, Hyperseborrhö (Talgdrüsen), Menstruationsstörungen, manchmal Sekretion aus Brust, bes. starke Behaarung der Beine beim Mann  
\- bei erhöhter Stimulation des Hypothalamus: kontinuierliche Aktivierung des symp. NS -&gt; Muskelspannungen in versch. Regionen und erhöhte Atem- und Herzfrequenz  
\- auch an Tumor denken!  
SYMPTOME HYPERPHYSENUNTERFUNKTION  
-&gt; lässt sich besonders an Fkt. der wichtigsten endokrinen Drüsen erkennen, meiste Pat. Haben zusätzlich Kompression o. Strain der SSB + langsamer Rhythmus  
o SD - Unterfunktion: Müdigkeit, Gewichtszunahme, Schlafsucht, Kälteempfindlichkeit, Haarausfall, Hauttrockenheit  
o NN - Unterfunktion: niedriger RR, Hypoglykämie mit Schwächeanfall, physische + psych. Müdigkeit, zunehmend im Laufe des Tages  
o Allg. Symptome: Mangel an Entscheidungsfähigkeit, Schlaffe Organe, weiche + spannungslose Gewebe, allg. Antriebslosigkeit, Schwierigkeiten beim  
Jahreszeitenwechsel, Libidostörungen und Fertilitätsprobleme  
OSTEOPATHISCHER ANSATZ:  
-&gt; besonders Dysfunktionen im kraniozervikalen Bereich, immer SSB mit Auswirkung auf obere  
HWS (Bestätigung durch kinesiologischen Test)  
\- Korrektur SSB Dysfunktion: Wiederherstellung Pumpwirkung der SSB auf Hypophyse  
\- kraniale Suturen und intrakranielle Membranen, Ausgleich Tentorium und Falx cerbelli, Behandlung Sinus venosi  
\- Ausgleich ant. und post. Kranium (Ungleichgewicht: Einfluss auf intrakranielle Membranen)  
\- C0, C1, C2 (symp. Versorgung Hypophyse, Verbindung Dura mater, Bezug A. carotis), OM, Pars petrosa (A. carotis interna und Sinus venosi), TMG  
\- C6, C7, Th1, 1. Rippe (Innervation Ggl. Stellatum)  
\- Elemente Zentralsehne, welche kraniosakrale Achse beeinflussen können  
\- Sakrum (Corelink)  
\- Ggl. Cervicale superius und inferius  
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Empfehlungen/ Nahrungsergänzungsmittel:  
\- Vit. C unterstützt Funktion Hypophyse und NN  
\- Zink und Kupfer begünstigen Reifung und unterstützen Hypothalamus – Hypophysen – Gonaden – Achse  
\- stimulierende Pflanzen: Mariendistel und Ginseng  
\- beruhigende Pflanzen: Melisse, Mönchspfeffer oder Hopfen  
\- Homöopathische Zubereitung Hypophysinum:  
Potenz C4: Stimulation  
Potenz C7: Ausgleich  
Potenz C9: Inhibition  
\- Licht, v.a. Sonnenbäder am Morgen  
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EPIPHYSE/ Glandula pienalis (Zirbeldrüse)  
\- Drüse, unterstützt alle anderen Drüsen bei der Regenerierung, da sie durch Ausschütten von Serotonin und Melatonin Schlaf fördert  
→ große Bedeutung für Gleichgewicht des Hormon- und Nervensystems  
Anatomie:  
\- oval, 8x5 mm, 0,2g  
\- sitzt auf Thalamus an Hinterwand des III. Ventrikels (Bereich Einmündung Aqueductus mesencephali) oberhalb der Vierhügelplatte; bildet Ausstülpung an Hinterwand des III. Ventrikels  
\- Plexus pinealis: ist die am dichtesten innervierte Zone des Körpers; erhält Nervenimpulse aus Bulbus olfactorius und Sehzentren  
\- nimmt postganglionäre sympathische Fasern aus Ggl. Cervicale superius auf -&gt; wichtige Verbindung, Beeinträchtigung dieser, kann zur Degenerierung der Drüse führen  
Funktion:  
\- Serotoninausschüttung, mit Hilfe eines Enzyms wird es zu Melatonin umgewandelt  
\- Melatoninausschüttung nimmt mit zunehmender Dunkelheit zu, Höhepunkt zwischen 2 und 5 morgens-&gt; zu dieser Zeit begünstigt es die Regenerierung der anderen Drüsen -&gt; Epiphyse dient also als zyklischer Taktgeber für andere Drüsen  
\- Blockiert durch Licht: Licht, das durch Augen eintritt, stimuliert Nervenzellen der Netzhaut -&gt; Impulse werden an Hypothalamus, von dort an Ggl. cerv. sup. und dann zur Epiphyse weitergeleitet → die Stimulation des Ggl. cerv. sup. inhibiert Funktion der Epiphyse  
\- Epiphyse fördert Schlaf, löst Müdigkeit und Gähnen aus, senkt Körpertemperatur  
\- „Anti-Aging“ Hormon, Verantwortlich für Jetlag  
\- Innere Uhr, an Sonne orientiert; beeinflusst Hypophyse + Hypothalamus + inhibiert Hormonausschüttung dieser Drüsen während der Nacht  
\- Positive Wirkung auf Thymus  
\- Störungen können einige Formen von Depressionen erklären, insb. Winterdepressionen: bei Betroffenen konnte ein sehr niedriger Melatoninspiegel nachgewiesen werden  
\- Kann im Alter atrophieren -&gt; geringer Schlafbedarf bei Älteren  
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SYMPTOME EPIPHYSENÜBERFUNKTION:  
o Somnolenz  
o Rückgang Körpertemperatur  
SYMPTOME EPIPHYSENUNTERFUNKTION:  
o Schlafstörungen (treten mglw. auch bei Depressionen oder Menopause auf), Schlaflosigkeit (Schlafstörungen auch durch Östrogenmangel bei Frauen oder Testosteronmangel bei Männern mgl.)  
o Depressionen, saisonal-affektive Störungen, vermehrter Verzehr stark zuckerhaltiger, die Serotoninproduktion beschleunigender Lebensmittel  
o Dysfunktion SD, NN, Pancreas, Beeinträchtigung der Immunabwehr und Sexualfunktion  
o Schlaflosigkeit durch zu hohen Cortisolspiegel am Abend; umgekehrt führt zu wenig Schlaf zur Erhöhung des Cortisolspiegels am Ende des Tages  
o Abnahme Libido  
o Umkehr Schlafrythmus: Schläfrigkeit tagsüber, Schlafschwierigkeiten nachts  
o Aggressivität, Nervosität, Reizbarkeit  
o Schwierigkeiten sich zu entspannen, Konzentrationsschwierigkeiten  
o Verfrühte Alterung, Herzerkrankungen, Osteoporose  
OSTEOPATHISCHER ANSATZ:  
\- globale Untersuchung: v.a. Spannungen im Kranium und oberer HWS + geringe Mobilität der kraniosakralen Achse  
\- Dysfunktion der Epiphyse ist oftmals Ausdruck des allg. Zustands des Nervensystems  
\- auch NN untersuchen (Überfunktion führt zu zu hohem Cortisolspiegel am Abend)  
\- SD Unterfunktion kann ebenfalls Teil dieses Symptombilds sein  
-&gt; Großteil der Patienten leidet an Unterfunktion (Schlaflosigkeit)  
-&gt; SSB + intrakranielle Membranen, Korrektur einer vorhandenen Kompression + Sacrum  
-&gt; Expansion Schädelbasis und Arbeit an hinterer Schädelgrube  
-&gt; venöse Sinus  
-&gt; Technik Normalisierung Epiphyse  
-&gt; Korrektur C0 – C3 + Ggl. cerv. sup.  
-&gt; CV4 (Parasympathikus Wirkung)  
-&gt; Dura – Ausgleichstechnik, Sacrum C0, Normalisierung kraniosakraler Rhythmus  
→ diese Behandlungsempfehlungen dienen Beruhigung des Systems  
→ nach Behandlung sollten Ganglien inhibiert werden, um lokale Sympathikusentladung im Bereich der Drüse zu vermeiden  
Empfehlungen/ Nahrungsergänzungsmittel:  
\- Sich dem Tageslicht aussetzen, v.a. im Winter  
\- Tageslichttherapie mit Lampen von 10.000 Lux über mind. 30 min  
\- Morgensport, auf Vitaminversorgung achten  
\- Abends weniger Licht, v.a. Bildschirme vermeiden, beruhigende Aktivitäten am Abend  
\- Schwere Mahlzeiten am Abend vermeiden und vermehrt Lebensmittel mit Tryptophan verzehren (Bananen, Datteln, Feigen, Nussbutter, Thunfisch, Vollkorn)  
\- Alkohol vermeiden  
\- Kaffee, Tabak und Schokolade aufgrund der stimulierenden Wirkung vermeiden  
\- Stressmanagement  
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\- Einnahme von 2,5 – 5 mg Melatonin eine Stunde vor dem Schlafengehen für Wiederherstellung des Schlafrythmus; nicht über längeren Zeitraum  
\- 5-HTP (Tryptophan) begünstigt Serotoninproduktion und unterstützt Normalisierung d. Epiphyse  
\- 400 mg Calcium vorm Schlafengehen begünstigt diesen  
\- Einnahme von 200 – 400 mg Magnesiumcitrat eignet sich für Personen die auf Grund von zu hohem Muskeltonus nicht einschlafen können oder an Bruxismus leiden  
\- Homöopathie:  
-&gt; Potenz C4: Stimulation Epiphyse  
-&gt; Potenz C7: Ausgleich  
-&gt; Potenz C9: Dämpfung  
\- Echte Katzenminze, Lavendel, Baldrian, Kamille, Helmkraut und Passionsblume beruhigen  
\- Vit. B3 und B6 normalisieren Nervensystem und helfen bei Depressionen, da sie Produktion von Serotonin (Vorläufersubstanz von Melatonin) fördern  
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SCHILDDRÜSE UND NEBENSCHILDDRÜSEN  
\- SD reguliert Energiehaushalt, verantwortlich für Grundumsatz, Regulation Stoffwechsel je nach Bedarf  
\- bei Stress werden Energiereserven für effiziente Adaptationsreaktion mobilisiert  
\- wirkt auf Hormonausschüttung anderer Drüsen und reguliert insb. hormonelles Gleichgewicht der Ovarien und Hoden  
Anatomie:  
\- SD besteht aus rechtem und linkem Lappen, die Ringknorpel und Luftröhre überlagern und durch Isthmus miteinander verbunden sind  
\- seitliche Lappen können bis zu dem über der SD liegenden Schildknorpel reichen  
\- tastbar über Fossa jugolaris zw. Mm. sternocleidomastoidei  
\- hinter SD liegen vier kleine Drüsen: Nebenschilddrüsen, eingelassen in Hinterwand der SD, haben längliche Form und sind 6 mm lang, 4 mm breit und 2 mm dick  
\- SD wird von fibröser Kapsel umschlossen, befindet sich im viszerofaszialen Eingeweideschlauch des Halses, der von mittlerer Halsfaszie umhüllt wird  
\- Eingeweideschlauch steht in Verbindung zur Pars basilaris und bildet kaudal über Lamina thyreopericardiaca Kontinuum zum Mediastinum -&gt; Pericard wiederum setzt sich durch Ligg. phrenopericardiacae fort, die am Diaphragma ansetzen; seitlich und in der Tiefe verbindet er sich mit tiefer Halsfaszie, mit der er letztlich verschmilzt  
\- Faszienschichten des Halses von Oberfläche bis Tiefe:  
→ vorderer und seitlicher Bereich: Platysma, darunter: oberflächliche Halsfaszie = Lamina superficialis: umschneidet M. sternocleidomastoideus und M. trapezius; umhüllt gesamten Hals und verbindet sich posterior an Linea nuchae mit dem OCC; anterior reicht sie von Mandibula bis Manubrium sterni, Clavicula und Hinterrand Spina scapulae; inferiormedial wird sie von V. jugolaris externa durchbohrt  
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→ mittlere Halsfaszie = Lamina pretrachealis: reicht vom Os hyoideum zum Manubrium sterni, zur Clavicula und Oberrand der Scapula; umschließt seitlich M. omohyoideus; verbindet sich auf Höhe des Zungenbeins mit der oberflächlichen Halsfaszie; teilt sich weiter kaudal in oberflächliches Blatt für M. Sternocleidomastoideus &amp; M. Omohyoideus und in tiefes Blatt für M. Thyrohyoideus &amp; M. Sternothyroideus auf; beteiligt an Bildung der Vorderwand der  
Bindegewebskapsel der SD, der Membrana peripharyngea und Scheide d. Gefäßnervenstrangs; verbindet sich unterhalb der SD mit Eingeweideschlauch und bildet mit diesem Lamina thyreopericardiaca (diese umhüllt Thymus und vereinigt sich mit Ligg. sternopericardiaca superiora)  
→ posterior: SD befestigt an Trachea, Pharynx &amp; Ösophagus; A. carotis communis, V. jugolaris interna und N. vagus werden von Karotisscheide umgeben (Vagina carotis), die über Bindegewebsbrücken und mit sagittal verlaufenden Trennstrukturen des Eingeweideschlauchs und seitlich mit der tiefen Halsfaszie = Lamina prevertebralis verbunden sind; diese umgibt WS und tiefe Halsmuskulatur, sowie Mm. scaleni und verbindet sich mit oberflächlicher  
Halsfaszie; cranialer Ansatz an Proc. basilaris (OCC), caudaler Ansatz: Fascia endothoracica; stützt außerdem prävertebralen Anteil des sympath. NS  
\- PRM: Inspir: SD senkt nach kaudal, Exspir: kranial; Rhythmus ca. 8 Zyklen/ min  
Gefäße und Nerven:  
\- A. thyroidea superior = Ast der A. carotis externa, tritt am Oberrand in SD ein; teilt sich in anterioren, posterioren und lateralen Ast  
\- A. thyroidea inferior = Ast des Truncus thyrocervicalis (entspringt aus A. subclavia), tritt von posterior in SD ein  
→ Bindegewebskapsel der SD hat direkte Verbindung zu Mm. sternothyroideus, omohyoideus, thyrohyoideus, sternocleidomastoideus und scaleni; Vagina carotis verläuft ebenfalls zwischen diesen Muskelebenen -&gt; somit sichern myofasziale Strukturen gute Blutversorgung  
→ ebenfalls wichtig ist Mobilität des Zungenbeins, da Mm. digastricus und stylohyoideus, unter denen A. carotis externa verläuft, daran ansetzen  
\- Vv. thyroidea superior und media leiten venöses Blut in in V. jugolaris interna  
\- Vv. thyroideae inferiores münden hauptsächlich in linken Truncus brachiocephalicus venosus  
→ für venöse Drainage wichtig: mobile Pleurakuppel + 1. Rippe + Clavicula &amp; fasziales Gleichgewicht obere Thorxapertur + SGÜ  
\- Sympathische Innervation: Ggl. cerv. sup., med. &amp; inf. für Vasomotorik; Segmente C1-C3 &amp; C5- Th1 + 1. Rippe  
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\- Parasympathisch: N. laryngeus sup. und inf. (recurrens) aus N. vagus; wichtige Strukturen: OM und Verlauf N. vagus  
Funktion:  
\- SD produziert in Abhängigkeit von Hypophyse (sezerniert TSH) zwei Arten Hormone:  
-&gt; Iodothyronine, aufgebaut in Form jodhaltiger Amine  
-&gt; Thyreocalcitonin (Calcitonin)  
\- Prohormon Thyroxin (T4) und aktives Hormon Triiodthyronin (T3) sind klassische Schilddrüsenhormone, die im Labor gemessen werden (spiegeln hormonelle Aktivität der SD am besten wieder)  
-&gt; T3 ist zwei bis viermal aktiver als T4; Umwandlung von T3 zu T4 erfolgt hauptsächlich in Leber und Nieren  
-&gt; Hormone werden aus dem im Körper verfügbaren und über die Nahrung aufgenommenen, bzw. in der SD gespeicherten Jod hergestellt  
-&gt; werden vermehrt am Morgen ausgeschüttet  
Hauptfunktionen SD:  
\- erhöht Körpertemperatur durch Anregung Stoffwechsel  
\- fördert gemeinsam mit GH Wachstum der Knochen, Zähne und des NS  
\- erhöht Vitalfunktion von Muskeln, Herz und Verdauungstrakt  
\- fördert Funktion von Leber und Nieren  
\- harmonisiert Ausschüttung von Sexualhormonen  
Calcitonin:  
\- SD Hormon, reguliert Mineralisierung des Körpers, indem es das im Blut zirkulierende Calcium reduziert und seine Speicherung fördert  
-&gt; wirkt Parathormon (NSD) entgegen, indem es Phase des Knochenabbaus verringert und Knochenaufbau erhöht → wichtig um Demineralisierung und Zahnfleischrückgang entgegen zu wirken  
Dysfunktionen der SD  
\- oft funktionelle Störungen, bes. nach Stressphase oder Schwangerschaft  
-&gt; Stress: kann Produktion von T3 reduzieren und Produktion von Reverse T3 (rT3), dessen Stoffwechselwirkung geringer ist, erhöhen -&gt; wird T3 an Zielorgangen durch rT3 ersetzt, entsteht eine SD Dysfunktion: Denis Wilson – Syndrom: = Umwandlungsstörung, die sich  
durchverringerte Körpertemp. und einer Vielzahl an SD – Unterfunktion ähnlichen Symptomen (diese SD Probleme werden nicht diagnostiziert, weil Labore nicht zwischen T3 und rT3 unterscheiden)  
→ Einfluss von Stress auf hormonelles Gleichgewicht:  
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Mögliche Ursachen für Schilddrüsendysfunktionen bzw. für Produktion von rT3:  
\- Stress, starke Emotionen, mangelnder Selbstausdruck, Gefühl seine Worte hinunterschlucken zu müssen, Zeitdruck  
\- chronische Erkrankungen  
\- Schwermetallbelastungen, v.a. durch Quecksilber  
\- Mineralstoffmangel, v.a. Selen, Jod, Eisen, Zink und Kupfer (Selenmangel: meist Hinweis auf verringerte Umwandlung von T4 zu T3 &amp; damit Zeichen für SD Dysfunktion, da das zur Umwandlung erforderliche Enzym abhängig von Selen ist)  
\- niedriger Progesteronspiegel: kann langfristig zur SD Unterfunktion führen; Progesteron fördert Nutzung der SD Hormone in Zellen -&gt; auch SD Unterfunktion kann also umgekehrt zur Dysfunktion der Geschlechtsdrüsen führen  
\- niedriger Cortisolspiegel: Erschöpfung der NN  
\- Insulinresistenz: Unterfunktion Pancreas  
\- Unzureichende Proteinzufuhr und zu hohe KH Zufuhr: Hypoglykämie, die zur Überfunktion des Pancreas führt  
\- geschwächte Leber und Nieren  
SYMPTOME SCHILDDRÜSENÜBERFUNKTION  
o Thermophobie, Schwitzen, feuchte Hände  
o hoher Ruhepuls  
o inneres Zittern, manchmal Zittern der Hände, Palpitationen, Tachykardie, Kurzatmigkeit  
o Nervosität, Reizbarkeit  
o Schwierigkeiten bei Gewichtszunahme, beschleunigter Stoffwechsel -&gt; tendenziell Gewichtsverlust  
o Appetitzunahme  
o Schlaflosigkeit  
o Schwierigkeiten unter Druck zu arbeiten  
o Neigung zu Diarrhoe  
o Neigung zu starken Menstruationsblutungen  
o Exophthalmus  
SYMPTOME SCHILDDRÜSENUNTERFUNKTION  
o Kälteempfindlichkeit, Rückgang der Körpertemperatur um 0,5°C, langsame Atmung, schwacher Puls  
o Selenmangel  
o Haarausfall, Nagelbruch  
o Reizbarkeit, Ängstlichkeit, Depression, keine klaren Gedanken fassen können  
o Konzentrationsschwierigkeiten  
o trockene Haut mit Flüssigkeitseinlagerungen, verringerte Lymphzirkulation, aufgequollenes Gewebe  
o Raue Stimme und Wasser in Ohren  
o Kloßgefühl im Hals  
o Müdigkeit die im Laufe des Tages zunimmt, Person schläft evtl. während des Tages ein  
o Verringerung physische Kraft, weniger effiziente Muskelanspannungen, körperlich schnell erschöpft  
o Verlangsamte Verdauung, Blähbauch nach Essen (trotz wenig Essen)  
o Hypoglykämie bzw. Abnahme des Appetits  
o Obstipation  
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o Kopfschmerzen, v.a. am Morgen mit Abnahme im Laufe des Tages  
o Benommenheit  
o Deregulierung Ovarien, Zunahme PMS und gynäk. Probleme wie Uterusfibrome und Endometriose  
o Demineralisierung der Knochen (manche Frauen entwickeln nach SS Osteoporose) Funktionen Nebenschilddrüse: - NSD Hormon = Parathormon (PTH); Gegenspieler von Calcitonin  
-&gt; erhöht Anzahl und Aktivität der Osteoklasten (= Zellen, die Knochengewebe zerstören), damit Beschleunigung Abbau von Knochenstruktur -&gt; mehr Calcium und Phosphat gelangt in Blutkreislauf  
-&gt; reduziert Phosphatgehalt und erhöht Calcium- und Magnesiumgehalt im Blut, indem Ausscheidung über Harn vermindert wird; wenn Ca – Spiegel im Blut sinkt, steigt PTH Wert an; Hypophyse greift in diesem Prozess nicht ein  
-&gt; begünstigt die Bildung des Hormons Calcitriol (= aktive Form von Vit D), das die Resorption von Calcium, Phosphor und Magnesium im Darm erhöht  
SYMPTOME NSD ÜBERFUNKTION  
o Demineralisierung mit Knochenschmerzen  
o Knochenzysten an Ober- und Unterkiefer in Zahnnähe  
o Dekalzifikation des Alveolarknochens der Zähne  
-&gt; das von den Knochen zusätzlich freigesetzte Calcium lagert sich im Körper ab -&gt; Periarthritis in Sehnen, Steinbildung in Nieren, Juckreiz auf Haut  
SYMPTOME NSD UNTERFUNKTION  
o Tendenz zu Tetanie und Spasmophilie  
o Tendenz zu Ängstlichkeit und Sympathikotonie  
o Tetaniekrisen, üblicherweise vorausgehend: Erstickungsgefühl &amp; Engegefühl in Brust, gefolgt von Krämpfen, Kribbeln und unwillkürlichen Muskelkontraktionen  
o Trockende Haut, Mykosen, Ekzeme, brüchige Nägel, Rillen in Nägeln, Haarausfall  
o Angstverhalten erschöpft NSD, da über Harn zu viel Spurenelemente ausgeschieden werden  
o Unfähigkeit sich zu entspannen und loszulassen  
OSTEOPATHISCHER ANSATZ  
Untersuchung:  
\- verstärkt kraniozervikaler Bereich und obere BWS  
\- kinesiologische Tests, PRM, Palpation bestätigen evtl. Dysfunktion  
\- thorakale EA und AA Phase sollte symmetrisch sein und gleiche Amplitude haben  
-&gt; thorakale EA: SD bewegt nach kaudal und zieht sich zusammen  
-&gt; thorakale AA: SD bewegt nach kranial und dehnt sich aus  
-&gt; es kann auch nur ein Lappen immobil oder in seiner Funktion eingeschränkt sein  
\- Motilität:  
-&gt; Unterfunktion: verlangsamter Rhythmus und umgekehrt  
\- Inhibitionstests zur Feststellung, welche Drüse primär SD beeinflusst (z.B.: wenn Inhibition des Uterus die Bewegung der SD verbessert, sollten neben strukturellen Elementen und anderen Drüsen, auch Zentralsehne untersucht werden, um primäres Problem zu finden)  
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\- Übergang C0/ C1 fast immer betroffen, bei Tumoren oder viszerofaszialen Dysfunktionen der Drüsen, liegen Dysf. eher bei C5/C6  
\- fast immer auch Dysfunktionen CTÜ bis TH3 + Klavikula und 1. Rippe links (Drainage V.thyroidea inferior und linker Truncus brachiocephalicus venosus)  
Behandlung:  
\- CTÜ, um Gefäßpumpe für Drainage zu gewährleisten  
\- C0-C3: Ggl. cerv. sup. + fasziale Verbindungen SD  
\- C5/C6: Ggl. cerv. med.  
\- C7- Th1: Ggl. stellatum + Th2/Th3  
\- Klavikula  
\- fasziale Verbindung nach kranial und lateral: Fascia pharyngobasilaris, Mundbodenmuskulatur, M. digastricus, Platysma, Mm. supra- und infrahyoidalis, Halsfaszien  
\- fasziale Verbindung nach kaudal: Lig. thyreopericardiacum und Diaphragma (Einfluss auf Bewegung und Drainage)  
\- Perikard, Manubrium/ Sternum, Ansätze der SD Faszien  
\- Ösophagus, Verbindung zur SD  
\- Os hyoideum und Mandibula  
\- Techniken zur neurovegetativen Inhibition oder Stimulation  
\- bei Bedarf: Hypophyse  
\- Leber und Nieren  
Nahrungsergänzungsmittel und Empfehlungen:  
\- bei nicht schwerwiegenden Symptomen reichen üblicherweise ca. 3 Monate bis neues Blutbild gemacht werden sollte  
\- bei Blutwerten, die bereits Unterfunktion anzeigen, wird Pat. voraussichtlich Hormone nehmen müssen  
\- zur Optimierung der SD Funktion:  
-&gt; regelmäßig Konsum von Fisch und Austern  
-&gt; Aufenthalt am Meer, jodreiche Luft aufnehmen  
-&gt; Vermeidung von Mangel an Spurenelementen (s.o.)  
-&gt; Algen stärken SD  
-&gt; bei Spasmophilie: Magnesium  
\- Calcium und Magnesiumsupplemente zu empfehlen bei SD + NSD Dysfunktionen  
\- Mariendistel stärkt indirekt SD, da sie Leber regeneriert  
\- Melisse wirkt ausgleichend und beruhigend auf SD und beeinflusst geistige Überaktivität  
\- Homöopathisch:  
-&gt; Potenz C4: Stimulation  
-&gt; Potenz C7: Ausgleich  
-&gt; Potenz C9: Dämpfung  
\- Stressmanagement  
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PANKREAS  
\- Regulation Blutzuckerspiegel &amp; Verdauung  
\- Einfluss auf NN &amp; unter bestimmten Bedingungen auf Hoden und Ovarien  
ANATOMIE:  
\- länglich geformte Drüse, ca. 12,5 cm lang und 2,5 cm breit  
\- besteht aus Kopf, Körper und Schwanz  
\- in Verbindung mit Duodenum über Ductus pancreaticus und Ductus choledochus (Sphincter oddi)  
Gefäße und Nerven:  
\- A. hepatica communis gibt A. gastroepiploica ab, die die Aa. pancreaticoduodenales anterior superior, posterior superior, sowie anterior inferior und posterior inferior bilden -&gt; Blutversorgung Pancreaskopf  
\- A. splenica liefert über A. pancreatica dorsalis superior und A. pancreatica magna, die mit A. pancreatica inferior anastomieren, Blut für Pancreas Corpus  
\- A. caudae pancreatis -&gt; Pancreasschwanz  
\- V. splenica, bildet gemeinsam mit V. mesenterica superior die V. porta und entsorgt gesamter Pancreas  
\- Sympathikus: Th5 – Th9  
\- Parasympathikus: N. vagus dexter und sinister  
-&gt; diese Nervenfasern verlaufen über Ggl. coeliacum und Ggl. mes. sup.  
FUNKTION:  
\- endokrine und exokrine Funktion  
→ endokrine Drüse: Ausschüttung von Insulin und Glukagon  
• Kontrolle Blutzuckerspiegel und Fettreserven  
• Insulin: senkt BZ Spiegel, fördert Eintritt von Zucker in die Zellen, Umwandlung von Zucker in Glykogen, das in Form von Fett gespeichert wird  
• Glukagon: erhöht über Leber BZ - Spiegel und verhindert damit zu starken Abfall des  
Zuckergehalts im Blut, unterstützt Herstellung von Glucose aus Proteinen und Fetten und fördert Gewichtsverlust  
→ exokrine Drüse: erzeugt Pankreassekret, das Enzyme für Aufspaltung von Proteinen, Zuckern und Fetten enthält -&gt; sezerniert über Dct. pancreaticus  
13  
DYSFUNKTIONEN DES PANCREAS:  
SYMPTOME PANCREASÜBERFUNKTION  
o Hypoglykämie durch zu viel Insulin oder weil das durch die Leber freigesetzte Glykogen nicht richtig in Glucose umgewandelt werden kann -&gt; Folge: von Nebennieren ausgehende Sympathikotonie: schlechte Verdauung, Nervosität, schneller Puls, Unwohlsein und Kribbeln in Extremitäten, kalter Schweiß  
o Sehstörungen  
o Müdigkeit, die durch Nahrungsaufnahme vermindert wird  
o Leistungsabfall zwischen den Mahlzeiten  
o großes Verlangen nach Süßem oder Kaffee am Nachmittag  
o Kopfschmerzen zwischen den Mahlzeiten oder am Morgen  
o Heißhunger auf Süßes  
o Reizbarkeit am Morgen oder vor den Mahlzeiten  
o Hunger, der nervös macht, oder Nervosität, die zum Essen veranlasst  
o Schwächegefühl, wenn man nicht rechtzeitig isst  
o niedriger Blutdruck beim Aufstehen  
o Aufwachen nach einigen Stunden Schlaf  
o Schwierigkeiten wieder einzuschlafen  
-&gt; all diese Symptome hängen auch eng mit Stress und Stimulation der NN und Hypophyse zusammen  
SYMPTOME PANCREASUNTERFUNKTION  
o bei Hyperglykämie produziert Bauchspeicheldrüse nicht ausreichend Insulin oder es besteht eine Insulinresistenz -&gt; Zucker und Fette werden nicht gut assimiliert und BZ - Spiegel steigt: häufiger Harndrang, starker Durst, ungewöhnlicher Appetit, Müdigkeit, Tendenz zur Depression, verminderte Resistenz gegenüber Infekten -&gt; dieser Zustand führt langfristig zur Schädigung von Gefäßen -&gt; wird diese Störung nicht beseitigt -&gt; Diabetes  
o Blähungen nach dem Essen, aufgeblähter Bauch, Hautprobleme, häufige Kopfschmerzen: Probleme die bei unzureichender Enzymaktivität des Pancreas auftreten können  
o Nahrungsmittelallergien  
o Probleme bei Fettverbrennung, wenn Insulinresistenz besteht: Gewichtszunahme  
o Hoher Cortisolspiegel am Abend, Tendenz zu Schlaflosigkeit und häufigem Aufwachen während der Nacht  
14  
OSTEOPATHISCHER ANSATZ  
Diagnose und Befundung:  
\- primäre Dysf. des Pancreas führen zu einer leicht nach links geneigten Haltung  
\- Pat. klagt häufig über Schmerzen der HWS, dem linken Schulterblatt und der linken Schulter  
\- häufig Spannungen CTÜ  
\- Motilität: normaler Rhythmus: 8 – 10 Zyklen pro Minute, d.h. ca. 4 Sekunden für Inspir und Exspir  
\- bei Enzym – und Verdauungsproblematiken eher Dysfunktionen im Bereich Pancreaskopf und Körper, während sich BZ Probleme eher im Bereich des Schwanzes äußern  
\- Th5 – Th9 und dazugehörige Rippen oft in Dysfunktion  
\- Leber ist oft verlangsamt, Duo und Sphincter Oddi oft angespannt, Milz manchmal fest und/ oder gegenüber der Bauchspeicheldrüse wenig mobil  
\- NN meist in Überfunktion, oder, wenn Erschöpfungszustand bereits eingesetzt hat, in Unterfunktion; + Spasmen und Schmerzen in der Region der NN möglich  
\- bei Stress und Tendenz zur Hypoglykämie: SSB: beschleunigter Rhythmus  
Behandlung:  
\- immer zuerst Leber korrigieren  
\- Diaphragma, sowie Th 11, 12, L1,2 + C3-C5  
\- Mobilität wiederherstellen und von benachbarten Strukturen lösen  
\- Rhythmus normalisieren  
\- BWS + Rippen Th 5 – 9  
\- Solarplexus, OM, Foramen jugolare, C0-C2  
\- NN  
\- SSB  
EMPFEHLUNGEN + NAHRUNGSERGÄNZUNGSMITTEL  
• Raffinierten Zucker und KH vermeiden  
• kleinere Mahlzeiten mit ballaststoffreichen Proteinen, Gemüse + proteinreiche Zwischenmahlzeiten  
• Kaffee und Softdrinks vermeiden  
• Fette Lebensmittel und große Mahlzeiten vermeiden  
• etwas Bewegung und Sport nach Mahlzeiten erleichtert Glucose- und Fettverbrennung  
• Unverträglichkeiten gegenüber Milchprodukten sind häufig bei Pankreasstörungen  
• Vit. B reiche Nahrungsmittel + Zink, Chrom, Nickel, Kobalt  
• L – Carnitin, L – Cystein und L – Glutamin sind Aminosäuren die Heißhunger auf Zucker reduzieren und dazu beitragen, den BZ zu stabilisieren  
• Meditation und Entspannungtechniken  
Nach Bedarf:  
• Calcium und Magnesium unterstützen Zuckerstoffwechsel  
• Homöopathische Präparate auf Basis von Drüsenextrakten des Pancreas:  
-&gt; Potenz C4: Stimulation  
-&gt; Potenz C7: Ausgleich  
-&gt; Potenz C9: Dämpfung  
• Eukalyptus- und Nussbaumblätter haben BZ senkende Wirkung  
\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_  
15  
NEBENNIEREN  
\- wichtigste Drüsen für Anpassung an Stress  
ANATOMIE  
\- liegen Nieren wie kleine Klappen auf  
\- rechte NN ist dreieckig, linke halbmondförmig  
\- sitzen in Nebennierenloge, einem Teil der Nierenloge, die durch Fascia renalis gebildet wird  
\- sie ist nach oben mit Diaphragma und nach unten faszial mit Niere verbunden  
→ bei einer Nierenptose senkt sich NN nicht mit ab!  
\- liegen sehr nah an Aorta, V. cava, Plexus coeliacus und Pl. aorticorenalis  
→ durch Nähe zu Gefäßen schnelle Aufnahme der Hormone in Blutbahn  
\- besteht aus zwei endokrinen Drüsen:  
o Nebennierenrinde: Steroidhormone (Mineralokortikoide, Glukokortikoide, Geschlechtshormone)  
o Nebennierenmark: Noradrenalin und Adrenalin  
Gefäße und Nerven:  
-&gt; laufen über Hilus auf Rückseite der Drüse ein  
\- A. suprarenalis superior: Ast der A. phrenica inferior  
\- A. suprarenalis media: direkter Abgang aus Aorta abdominalis  
\- A. suprarenalis inferior: Ast A. renalis  
\- Vv. suprarenales superior, media &amp; inferior münden rechts in V. cava inferior und links in V. renalis sinistra  
\- Pl. suprarenalis aus Pl. coeliacus besteht aus symp. Fasern der Nn. splanchnici und aus parasymp. Fasern aus Truncus vagalis posterior  
\- weiteres Nervengeflecht: aus Ggl. aorticorenale aus symp. Fasern d. N. splanchnicus minor (Th10-12) und parasymp. Fasern aus N. vagus  
FUNKTION:  
→ Nebennierenmark:  
\- synthetisiert Adrenalin und Noradrenalin; Hormone, gelten als „Verstärker“ des symp. NS  
-&gt; diese Zellen werden unmittelbar durch autonomes NS gesteuert und können somit schnell auf Stress reagieren  
16  
\- reagiert in Notsituation mit Erweiterung der Bronchien &amp; Blutgefäße in Muskeln, Beschleunigung des Herzrhythmus und Einleitung physiologischer Veränderungen, die Körper bei Fluchtreaktion unterstützen  
→ Nebennierenrinde:  
\- gesteuert von Hypothalamus (CRH) und Hypophysenvorderlappen (ACTH); ihre Reaktion erfolgt quasi unmittelbar und wird über negative Feedbackschleife kontrolliert  
\- sezerniert Glukokortikoide: Cortisol, Corticosteron und Cortison  
-&gt; diese erhöhen über Vermittlung der Leber Blutzuckerspiegel, wenn dieser abfällt  
-&gt; liefern das für Stoffwechsel notwendige ATP, fördern Eiweiß- &amp; Aminosäurekatabolismus und Lipolyse  
-&gt; verstärken natürliche Abwehrkräfte des Körpers + Stressresistenz und reduzieren Allergien und Entzündungen  
-&gt; regulieren auch Stimmung  
-&gt; Cortisolspiegel ist morgens am höchsten und nimmt über den Tag ab  
-&gt; normale Sekretion beträgt ca. 30 mg/ d  
\- sezerniert Gonadokortikoide (Sexualhormone) aus: Androgene (Testosteron) und DHEA  
-&gt; erhalten Stützgewebe, insb. Muskeln des Körpers  
-&gt; verlangsamen Alterungsprozess und vermitteln körperlichen und psychischen Grundtonus  
-&gt; halten bei Frau Libido aufrecht  
-&gt; DHEA ist Vorläufersubstanz von Östrogen und Testosteron  
-&gt; verbessert Stimmung und Knochendichte  
-&gt; Androgene können in Östrogene umgewandelt werden -&gt; wichtiger Faktor für Menopause, da NN damit Funktion der Ovarien übernehmen können  
\- sezerniert Mineralokortikoide: 95% Aldosteron  
-&gt; verantwortlich, gemeinsam mit Nieren über RAAS, für Regulierung des Wasserhaushalts  
-&gt; macht Blut basisch  
\- es wird angenommen, dass Nebennierenrinde mit Alter atrophiert  
\- Hypothalamus reguliert CRH - Wert je nach Stresslevel  
\- Freisetzung von Cortisol erfolgt synergistisch zur Ausschüttung von Adrenalin und Noradrenalin, sowie der Aktivierung vom Sympathikus; die Wirkung der im Blut zirkulierenden Hormone hält 10-mal länger an, als die der Nervenstimulation  
17  
DYSFUNKTION DER NEBENNIEREN  
-&gt; Mangel an Entspannung und Pausen senkt langfristig Reizschwelle der Nebennieren, sodass Drüsen bereits auf geringen Reiz reagieren  
→ die erhöhte Adrenalin – Basalreaktion erzeugt eine Sympathikotonie, die folgende Verhaltensweisen auslösen kann:  
o Wut, tyrannisches Verhalten  
o Ungeduld, schlechte Laune, Angst  
o Neigung zum Streitanfechten  
→ Ursachen für dieses Ungleichgewicht und die daraus entstehenden Verhaltensweisen sind:  
o Depression, Angst, Furcht, Aggressivität, Schuldgefühl  
o Berufliche Überbelastung oder körperliche/ emotionale Spannungen  
o Sportliche Überbeanspruchung  
o OPs, Traumata  
o Entzündungen, Schmerzen, chronische Müdigkeit  
o Malabsorption, Verdauungsstörungen, Nahrungsmittelallergien, Nährstoffdefizite  
o Hypoglykämie, aufgrund zu viel KH und Fett in Ernährung  
o industrielle und Umweltgifte  
o chronische Erkrankungen, wiederkehrende Infektionen von Lunge und Bronchien, Autoimmunerkrankungen  
o schwere und chronische Allergien  
SYMPTOME NEBENNIERENÜBERFUNKTION  
→ Ausschüttung von zu vielen Glukokortikoiden:  
o aufgedunsenes Gesicht, rote Bäckchen und erweiterte Äderchen  
o erhöhter BZ Spiegel -&gt; Gefahr von Diabetes und Bluthochdruck  
o niedriger Progesteronspiegel  
o Osteoporose (insb. WS) aufgrund verringerter Calcium- und Kaliumabsorption Ausschüttung von zu vielen Androgenen:  
o vermehrte Produktion von Akne erzeugendem Sekret wie in Pubertät; Zink und Kupfer werden vermehrt verbraucht (auch durch Wachstum in Pubertät); diese Spurenelemente können hormonelle Exzesse mildern, werden bei starkem Stress schneller verbraucht  
o Haarwuchs im Gesicht und Tendenz zur Vermännlichung bei der Frau Ausschüttung von zu viel Aldosteron:  
o Wasser- und Natriumretention, Krämpfe, Kribbeln in Extremitäten Zu hohe Stimulation Nebennierenmark:  
o erhöhte Adrenalinproduktion -&gt; führt zu Bluthochdruck und Beschleunigung Herzrhythmus  
o Probleme mit Anpassung an Stress; Betroffene fühlen sich elektrisiert; zu viel Adrenalin kann dazu führen, dass andere Hormone ebenfalls vermehrt ausgeschüttet werden  
18  
SYMPTOME NEBENNIERENUNTERFUNKTION  
→ NN sind nicht für permanenten Stress ausgelegt, sollten auf punktuelle Anforderungen reagieren; bei ständiger Stressbelastung ermüden sie (s.o.); in diesem Stadium der Schwäche kann es zu folgenden Symptomen kommen: (Differentialdiagnosen)  
o Athenie: Form der physischen und psychischen Müdigkeit verstärkt sich im Laufe des Tages (allg. Ermüdung der Drüsen); Mühe morgens aus dem Bett zu kommen, vermehrter Koffeinbedarf, Müdigkeit wird durch Schlaf nicht beseitigt  
o Leistungsabfall zwischen 15 und 16 Uhr, leichter Anstieg des Energieniveaus nach Abendessen, Schlafstörungen  
o Schwäche, Benommenheit (Leberstauung), RR Abfall beim Aufstehen (niedriger RR, chron. Müdigkeit)  
o Konzentrationsschwierigkeiten, schlechtes Gedächtnis, Augenblicke der Verwirrtheit, Agitation, Reizbarkeit, Ungeduld  
o Schwierigkeiten, Tätigkeiten des tgl. Lebens zu erledigen  
o Reduzierung der Libido  
o leichte Depression, weniger Lust auf soziale Kontakte oder Aktivitäten (Drüsenschwäche)  
o Tendenz zu Entzündungen und wiederkehrenden Infekten, Dekompensation nach Stress oder nach Infektionen, Schwierigkeiten sich nach Infektionen wieder zu erholen  
o Oberbauchbeschwerden, Dyspepsie (zu wenig Magensäure), Hunger nach salzigen Speisen, Zucker oder allergieerzeugenden Nahrungsmitteln, um Ausschüttung von Cortisol zu. begünstigen, Bauchschmerzen  
o Tendenz zu Hypoglykämie und Dehydrierung, manchmal nächtliches Aufwachen durch zu geringen BZ Spiegel  
o Dehydrierung und trockene Zunge, vermehrter Harnfluss, Muskelkontraktionen aufgrund des Aldosteronmangels  
o Kopfschmerzen  
o Prämenstruelle Spannungen  
o Schmerzen und Spasmus in M. trapezius und M. sternocleidomastoideus  
o Muskelschwäche: schnelle Ermüdung bei Anstrengung  
o Allergien, Asthma (Nahrungsmittelallergien)  
o Brüchige Nägel mit Rillen (Mineralstoffmangel, Zinkmangel, Leberdysfunktion)  
→ bei wiederholtem Stress -&gt; Erschöpfung NN (Nebennierenschwäche) -&gt; aufgrund des Cortisolmangels: Entstehung Hypoglykämie;  
19  
-&gt; wenn Pankreas seine Ressourcen erschöpft hat, führt Stress eher zur Hyperglykämie  
-&gt; in dieser Phase ist Funktion von Ovarien und Hoden vermindert  
NEBENNIEREN UND SCHILDDRÜSE  
\- 80% der Menschen mit NN Unterfunktion/ Schwäche zeigen auch Symptome einer SD Störung  
-&gt; auch SD mitbehandeln  
\- Bluttests häufig nicht zuverlässig bei SD Erkrankungen, daher auf Symptome achten:  
• Basaltemperatur liegt bei Messung am Morgen vor Aufstehen unter 36,5°  
• Energie und körperliche Leistungsfähigkeit werden trotz tgl. Sport nicht erhöht  
• verlängerte Reaktionszeit  
• Gewichtszunahme trotz unveränderter Ernährung  
• kein Fassen klarer Gedanken möglich  
• Menschen mit NN Schwäche fühlen sich häufig gegen 10 Uhr und nach Abendessen besser; ausbleibende Verbesserung d. Energieniveaus nach Abendessen ist ein Zeichen, anhand dessen sich SD Problem von NN Schwäche unterscheidet  
OSTEOPATHISCHER ANSATZ  
Diagnose und Befunderhebung:  
\- Dysf. von Th 10 – 12 &amp; 11. + 12. Rippe  
\- Musk. Spasmen und Spannungen der Zwerchfellschenkel und Paravertebralmuskulatur auf Höhe der genannten Segmente, bei NN Überfunktion: Spasmen Trapezius und Suboccipitalmuskulatur  
\- NN Unterfunktion: Kyphose TLÜ durch mangelnden Muskeltonus + post. Haltungsmuster  
\- Plexus solaris angespannt und gestaut  
-&gt; während thorakalen EA: NN kaudal + AR + Vertikalisierung; EA andersherum  
-&gt; ist PRM zu schnell: Überfunktion; zu langsam: Unterfunktion  
-&gt; Dysf. können auch einseitig sein  
-&gt; linke Seite: häufig Zusammenhang mit ovariellen und hormonellen Störungen  
-&gt; rechte Seite: häufig Zusammenhang mit Verdauung  
Behandlung:  
\- Plexus solaris für nervales Gleichgewicht  
\- Zwerchfell und Zwerchfellschenkel  
\- M. psoas („Schiene“) für Gleitbewegung der Niere  
\- vorher Normalisierung Leber und Nieren  
\- Myofasziale Techniken zur spezifischen Stimulation der Drüsen  
\- Korrektur von Dysfunktionen  
\- Stimulations- und Inhibitionstechniken bei Unter – und Überfunktion der Drüse über 10.,  
11\. &amp; 12. Rippe  
\- Hypothalamus – Hypophysen – NN – Achse über SSB  
\- Korrektur eines in Extension blockierten Sacrums -&gt; führt zur Sympathikotonie  
\- SD, Pancreas  
20  
NAHRUNGSERGÄNZUNGSMITTEL UND EMPFEHLUNGEN:  
\- Glas Wasser mit ¼ o. ½ Teelöffel Salz morgens nach Aufstehen trinken; während des Tages wiederholt Salzwasser trinken, v.a. gegen 14 Uhr -&gt; um Verlust von Natrium und niedrigem Blutdruck, der bei NN Schwäche entsteht, auszugleichen  
\- regelmäßig Essen, v.a. zwischen 10 und 14 Uhr proteinreiche Speisen; nach dem Aufstehen so bald wie möglich frühstücken, um Abfall des Blutzuckerspiegels zu vermeiden  
\- zu bevorzugende Nahrungsmittel: weißes Fleisch, Fisch, kaltgepresste Öle, Gemüse und Obst mit geringem Säuregehalt  
\- Alkohol vermeiden: lässt BZ Spiegel steigen und sinken; bei NN Unterfunktion unter allen Umständen vermeiden  
\- stimulierende Nahrungsmittel wie starke Gewürze, Alkohol, Kaffee und Tabak bei NN Überfunktion zu vermeiden  
\- Nährstoffe:  
-&gt; Vit. C: stärkt NN bei Unter- und Überfunktion  
-&gt; Magensium: für Herstellung von Enzymen und Energie für Herstellung der NN Hormone  
-&gt; Vit. B Komplex: (B5+B6): unterstützt Nervensystem  
-&gt; essentielle Fettsäuren unterstützen Erholung der NN  
\- Phytotherapie:  
-&gt; Lakritze (echtes Süßholz), schwarze Johannisbeere und sibirischer Ginseng stärken NN: Einnahme in Form von Tees, Tinkturen oder Tabletten: 3 x / d  
-&gt; Ingwer und Ashwaganda: adaptogene Pflanzen; unterstützen bei Über- sowie Unterfunktion  
-&gt; Rhodoila rosea: Normalisierung Cortisolspiegel  
-&gt; Tribulus terrestris: bei Testosteronmangel  
-&gt; Hafer, echte Katzenminze, Baldrian und Helmkraut: wirken beruhigend  
\- Ersatzhormone und Drüsenextrakte:  
-&gt; Ergänzungsmittel auf Basis von NN Extrakten helfen bei Unterfunktion zu stärken; Dosierung: 2-3 / d, entsprechend Alter und Schweregrad; bei leichten Störungen Beschränkung auf Vitamine und pflanzliche Produkte  
-&gt; Progesteron scheint Funktion der NN auszugleichen; Mönchspfeffer enthält progesteronähnliche Substanzen, auch für Frauen mit leichter Ovarialstörung geeignet  
\- Homöopathische Präparate auf Basis von Drüsenextrakten aus NN:  
-&gt; in der Potenz C4: zur Stimulation  
-&gt; in der Potenz C9: zum Ausgleich  
-&gt; in der Potenz C15: zur Dämpfung  
\- DHEA: verbessert Libido und Stimmung; schützt Neuronen, verbessert Gesundheit, hilft bei Entzündungen und verbessert Immunsystem  
\- Ratschläge:  
-&gt; Überbeanspruchung vermeiden; vor 23 Uhr ins Bett gehen  
-&gt; Grenzen akzeptieren; Stressmanagement + Entspannungsmethoden; stimulierende Sportarten für Menschen die zu Müdigkeit neigen -&gt; erhöht Stoffwechsel  
-&gt; NN – Schwäche: kurze Schlafphasen während des Tages erholen die Drüse  
\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_  
21  
OVARIEN  
\- gleichmäßige Ausschüttung von Ovarialhormonen ist für physiologisches und psychisches Gleichgewicht der Frau essentiell  
\- oftmals ist Symptomtagebuch sehr nützlich für hormonelle Diagnose  
Anatomie:  
\- Ovarien liegen intraperitoneal im kleinen Becken in Fossa ovarica (Mitte zw. SIAS und Symphyse)  
\- befinden sich im post. Blatt der Ligg. lata, verbunden über Mesovar zur Bauchwand  
\- liegen posterior, caudal der Tuben und vor Rektum  
-&gt; bei Anteversion des Uterus: tiefer als Corpus uteri, nahe der Mittellienie  
-&gt; bei Retroversion: Ovarien liegen weiter anterior  
-&gt; Lage verändert sich auch mit Alter  
-&gt; etwa Größe einer Mandel, zyklusabhängig verändert  
\- bei Frauen die noch nie geboren haben, verläuft Achse des Ovars fast vertikal  
\- Ovar ist über Lig. suspensorium ovarii (verbindet oberen Pol des Ovars mit L2) gewissermaßen aufgehängt und in Psoasfaszie eingebettet  
\- unterer Pol: wird durch Lig. ovarii proprium (Lig. uteroovaricum), das von medialer Seite der Ovarien zum Uterushorn verläuft, leicht nach medial und anterior gezogen  
\- rechts ist Ovar über Lig. appendiculoovaricum an Appendix und links über Lig.infundibulocolicum am Sigmoid befestigt  
\- bei Frauen die mehrfach entbuden haben, senkt sich Ovar in Beckenhöhle ab und Hauptachse horizontalisiert sich  
\- N. obturatorius kreuzt Außenseite des Ovars -&gt; kann durch Dysfunktionen irritiert werden  
22  
Gefäße und Nerven:  
\- A. ovarica entspringt aus Aorta abdominalis; zieht entlang des M. psoas durch Lig. suspensorium ovarii zum Hilus → Dysfunktionen an Niere oder Spannungen und Adhäsionen entlang der Arterie können Ovar beeinträchtigen  
\- A. uterina verläuft zunächst im inferioren Abschnitt des Lig. latum, dem sog. Lig. cardinale (=Bindegewebszug am kaudalen Ende des Lig. latum), welches insb. links oft Dysfunktionen aufweist  
→ Funktion der A. uterina kann daher durch Spannungen und Adhäsionen am Gebärmutterhals beeinträchtigt werden; A. uterina zieht entlang des Corpus uteri nach kranial und versorgt zusätzlich Ovar  
\- im Bereich Mesosalpinx bildet A. uterina Anastomosen mit A. ovarica -&gt; die mediale Hälfte des Eileiters wird hauptsächlich durch A. uterina, laterale Hälfte durch A. ovarica versorgt  
\- Vv. ovaricae bilden wichtigen Hilus und münden rechts in V. cava inf., links in V. renalis -&gt; Mobilität der linken Niere trägt damit zur Vermeidung von Stauungen im linken Ovar bei  
\- Vv. uterinae ziehen durch Lig. latum und Parametrium -&gt; münden in Vv. iliacae internae  
\- V. uterina anastomosiert mit V. ovarica in Mesosalpinx  
\- Sympathische Innervation:  
-&gt; Ovarien: Th12 – L2; diese Fasern durchziehen Ggl. aorticorenale, Plexus intermesentericus sowie Plexus hypogastricus inferior  
-&gt; Uterus: Th 10 bis L2  
→ Nerven ziehen gemeinsam mit A. und V. durch Lig. suspensorium ovarii und folgen Psoas Verlauf -&gt; Mobilität d. Psoas und Lig. sind sehr bedeutsam  
23  
\- Plexus hypogastricus inf. verläuft entlang der Ligg. sacrouterina; der Plexus enthält auch symp. und parasymp. Fasern zur Versorgung des Uterus -&gt; starke Spannungen der Ligg. sacrouterina können Innervation des Uterus beeinträchtigen (Behandlungen der Zervix verbessert also  
neurovegetat. Gleichgewicht)  
\- Plexus ovaricus + Plexus uterinus (innerviert Isthmus und Cervix) bilden eine Anastomose: im oberen Teil des Lig. latum und unterhalb des Eileiters → diese stellt durch zweifachen Ursprung Innervation des Ovars sicher; Mobilität und Flexibilität des Lig. latum, des Uterus, der Tuba uterina  
und des Ovars sind also entscheidend für hormonelles Gleichgewicht der Drüse  
FUNKTION  
\- Ovarien sichern Aufrechterhaltung der Geschlechtsmerkmale und der für Fortpflanzung notwendigen Organe der Frau; begünstigen Schwangerschaft  
Progesteron: vereinfachte Darstellung der Synthese und Umwandlung in Steroidhormone  
\- abhängig von Hypophyse sezernieren sie Östrogen, Progesteron und Testosteron  
→ ÖSTROGENE:  
• Hormon der Weiblichkeit  
• bereiten Uterus und Myometrium auf Einnistung der befruchteten Eizelle vor, werden während des gesamten Zyklus ausgeschüttet  
• tragen zur Regeneration von Kollagen und Geweben bei, begünstigen Gleitfähigkeit der Vagina  
• helfen bei Verteilung des Wassers in Geweben, verleihen Haut weiches und elastisches Aussehen  
• beeinflussen über Vorläufersubstanz Tryptophan die Serotoninproduktion -&gt; verbessern damit die Stimmung (viele Frauen erhalten während Menopause Antidepressiva, obwohl Östrogen auch helfen könnte)  
• wichtig für Knochen, Gehirn, Gedächtnis, Gleichgewicht, Schlaf, Stimmung und Konzentrationsfähigkeit  
→ PROGESTERONE: „körpereigenes Gestagen“  
• Schwangerschaftshormon, das nach Befruchtung die Einnistung in Gebärmutterschleimhaut ermöglicht  
• das Hormon, das am meisten zum Überleben der Eizelle beiträgt  
• entscheidend für hormonelles Gleichgewicht im Zyklus  
• sezerniert in 2. Zyklushälfte  
24  
• Eisprung wird ausgelöst, sobald entsprechender Progesteronwert im Blut registriert wird  
• führt in 2. ZH zum Anstieg der Temperatur  
• zwei Quellen:  
-&gt; größtenteils: Ovar (Gelbkörper)  
-&gt; geringer Teil: NN und in SS durch Plazenta → damit steigt er im dritten Trimenon auf 10 - fachen Wert  
→ keine Befruchtung: nach 10 -12 Tagen fällt Wert ab -&gt; Menstruation  
• gebildet aus Cholesterin -&gt; bei starker Diät evtl. keine Menstruation  
• Gegenspieler zum Östrogen: über negative Rückkopplung wird Östrogenspiegel gebremst  
• Vorläufersubstanz der Steroidhormone (Ovarial- und Kortikoidhormone)  
• unterstützt Sekretionsphase des Endometriums und verhindert Entstehung von Endometriumkarzinomen  
• unterstützt Gewinnung von Energie aus Fett  
• natürliches Diurektikum: vermeidet Wassereinlagerungen  
• Unterstützt Wirkung von SD Hormonen  
• kann in Kortikoide umgewandelt werden -&gt; wichtige Rolle bei Stress  
→ ANDROGENE: (Testosteron, Androstendion, Dehydroepiandrosteon (DHEA))  
• gelten als männliche Hormone  
• bei Frauen: Testosteron und Androstendion (Vorläufersubstanz von Testosteron und Östrogen) sezerniert durch Ovarien, DHEA durch Nebennierenrinde  
• beeinflussen Verhalten, sexuelles Verlangen, Energie, Vitalität, Muskulatur und Calciumaufnahme in Knochen  
• Testosteronspiegel kann bereits einige Jahre vor Menopause absinken  
DYSFUNKTIONEN OVARIEN  
\- häufig: zu wenig Progesteron, begünstigt PMS  
\- während Menopause und Prämenopause sinken Östrogen und Testosteronspiegel (s.u.)  
\- Speicheltests geben bessere Auskunft über biologisch verfügbare Hormone  
\- Symptome über längeren Zeitlauf kalendarisch notieren gibt sehr gute Auskunft  
URSACHEN NIEDRIGER PROGESTERONSPIEGEL  
\- hoher Anteil an Xenohormonen (endokrine Disruptoren), also östrogenähnlichen Substanzen kann eine relative Hyperöstrogenie auslösen (Xenohormone beeinflussen auch SD)  
\- Progesteron reagiert sensibel auf Stress, da es gleiche Transportproteine wie Cortisol verwendet und zusätzlich um Platz an Rezeptor konkurriert  
-&gt; erhöhter Stress und damit verbundener Cortisolspiegel führen zu Progesteronmangel  
-&gt; langfristig: zu viel Stress -&gt; Cortisolspiegel steigt -&gt; Östrogendominanz -&gt; PMS – Symp.  
\- Schilddrüsenschwäche: kann ebenfalls zu Hyperöstrogenie führen, daher auch immer SD prüfen  
\- Insulin und raffinierter Zucker -&gt; NN, Ausschüttung von Adrenalin und Cortisol  
\- Mangel an Vit B6 und E + phytoöstrogenarme Ernährung  
25  
OVARIELLE DYSFUNKTION AUS OSTEOPATHISCHER SICHT  
\- Dysfunktion SSB + Hypothalamus – Hypophysen – Gonaden – Achse  
\- mangelnde kraniosakrale Koordination -&gt; neuroveget. Ungleichgewicht  
\- Ungleichgewicht d. symp. und parasymp. Nervensystems von Th10 – L2 bzw. S2 – 4  
\- somatische Dysfunktionen auf Höhe des Innervationsgebietes der Ovarien, knöcherne Dysf. d. kleinen Beckens  
\- Dysf. der Zentralsehne, beeinträchtigt Mobilität des Uterus  
\- lokale Dysfunktionen Uterus und Ovarien  
\- Dysf. die A. ovarica, uterina oder venöse Drainage beeinflussen  
\- Mobilitätseinschränkungen d. Leber, Darm, Nieren, welche Hormonstoffwechsel beeinflussen  
SYMPTOME UNTERFUNKTION OVARIEN  
\- verzögerter Beginn Pubertät und Entwicklung sekundärer Geschlechtsmerkmale  
\- kein Eisprung oder verzögerter: Progesterondefizit -&gt; relat. Hyperöstrogenie  
\- PMS oftmals erstes Anzeichen für ovariales Ungleichgewicht, entsteht häufig um 30. LJ oder nach Stressphasen; dabei muss es nicht zu längerer Zyklusdauer kommen  
→ Symptome bei Östrogendominanz oder Progesteronmangel  
o Wassereinlagerungen  
o Kopfschmerzen  
o Ödeme, schwere Beine  
o Geschwollene Brust, fibrozystische Brustveränderungen  
o Stimmungsschwankungen, Angst  
o Libidoverlust  
o Uterusfibrome, Endometriose  
o Verlangen nach Süßigkeiten, Blutzuckerschwankungen  
o Gewichtszunahme, Ablagerung von Fett an Hüften und Oberschenkeln  
o SD Hormon Wirkung vermindert  
o starke oder unregelmäßige Menstruation  
o Verlust von Zink, Retention von Kupfer  
o Verringerung O2 Gehalt in allen Zellen  
o Erhöhtes Risiko für Korpuskarzinom und Blutkrebs  
o Verminderung des Gefäßtonus  
o Tendenz zu Kälteempfindlichkeit  
26  
\- PRÄMENOPAUSE ist ein Zeitraum von ca. 10 Jahren, in denen zunächst Progesteron und später  
Östrogenspiegel abnimmt  
→ Symptome bei Hypoöstrogenie:  
o Migräne  
o Schwindel, Benommenheit  
o Gedächtnis- und Energieverlust  
o Konzentrationsschwierigkeiten  
o Hitzewallungen  
o Depressiver Zustand, ausgelöst durch zu geringen Tryptophanwert -&gt; damit zu wenig Serotonin  
o Dyspareunie, ausgelöst durch Scheidentrockenheit und sensible Schleimhäute  
o Muskelschmerzen, rheumatologische Störungen  
o Inkontinenz  
o Erhöhter Cholesterinspiegel  
o Osteoporoserisiko  
\- bei Östrogen- und Progesteronmangel kann es zur Amenorrhö oder, durch Androgenüberschuss, zur Verstärkung der männl. Geschlechtsmerkmale kommen  
\- in Prämenopause sind fettige Haut und Akne Zeichen für niedrigen Progesteronspiegel  
\- Androgenmangel: Minderung sexuelles Verlangen, weniger Energie und Vitalität, depressive Verstimmungen, Verringerung Muskeltonus, Erhöhung der Fettmasse und trockene Haut  
SYMPTOME ÜBERFUNKTION OVARIEN  
\- Überbetonung der Geschlechtsmerkmale, verbunden mit erhöhtem Firbomrisiko und starker Menstruationsblutung -&gt; Verlust von Eisen und Magnesium  
\- Hypothalamus kann durch emotionalen Stress gestört werden  
\- SD und NN können unter ovarialem Ungleichgewicht leiden (umgekehrt genauso)  
GLOBALE BEFUNDUNG UND BEHANDLUNG  
\- Untersuchung und Korrektur SSB (Gleichgewicht Hypophysen – Hypothalamus - Gonaden – Achse), Normalisierung Zentralsehne  
\- Leber und Darm zur Anregung und Ausscheidung Hormone (v.a. Xenoöstrogene), senkt gleichzeitig Druck auf kleines Becken  
-&gt; In Kombi mit Diaphragma und Quadratus lumborum besonders effektiv gegen Stauungen im Abdomen und Becken  
-&gt; Dünndarm weist bes. im Bereich Excavatio vesicouterina und rectouterina (Douglasraum) Verklebungen auf, die zu chron. Dysfunktionen des Fundus uteri führen können  
\- Untersuchung und Behandlung SD -&gt; Ungleichgewicht beeinträchtigt Ovarialhormone  
\- Pankreas beeinflusst ebenfalls Ovarialhormone -&gt; Hypoglykämie und  
Pankreasüberfunktion, sowie langanhaltender Stress können Progesteron senken  
\- NN: Überfunktion führt zu Anstieg des Cortisolspiegels -&gt; Minderung Progesteron  
\- Nieren: Dysfunktionen können die im Lig. suspensorium ovarii verlaufenden Nerven- &amp; Gefäßstrukturen beeinträchtigen -&gt; bes. links: „gynäkologische Niere“, da linke V. ovarica in linke Nierenvene mündet -&gt; linke Niere ist fast immer bei ovarialen oder gynäk. Dysfunktionen betroffen, sie sollte immer zuerst behandelt werden; Lig. susp. ov. folgt Iliopsoas  
27  
\- Zäkum und Sigmoid: chron. Obstipation oder Diarrhö oder der Wechsel zw. beiden sind Hinweis auf gestörte Darmflora -&gt; muss mechanisch und durch Einnahme von Probiotika behandelt werden -&gt; chron. Dysf. des Zäkums mit Entzündungen, Vergrößerungen und Druckschmerz des Organs können Hinweis auf zu sauren pH-Wert oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten sein -&gt; diese Dysfunktionen führen zu Rechtsseitneigung des Uterus und zu Stauungen und Entzündungen des rechten Ovars →  
ERNÄHRUNG!  
\- Behandlung aller lumbosakralen (Th 10 – 12 + TLÜ) und Beckendysfunktionen  
\- Behandlung aller Dysfunktionsketten in unteren Extrmitäten  
\- Ausgleich zw. Symp. und Para -&gt; Sympathikotonie verringert Ovarialfunktion; Stimulation begünstigt bei Spasmen Öffnung des Gebärmutterhalses; Inhibition von L1&amp;L2 hilft Myometrium zu entspannen und verhindert Hyperkontraktilität des Uterus  
\- Harmonisierung kraniosakrale Achse  
LOKALE BEFUNDUNG UND BEHANDLUNG  
\- alle viszerofaszialen Dysfunktionen im kleinen Becken lösen-&gt; Dünndarm, Zäkum, Sigmoid, im Anschluss gynäk. Region  
\- üblicherweise zunächst Zervix, anschließend Uterus, Ovarien und Tuben (Inhibitionstest wo primäre Dysf.)  
\- Dysf. der Zervix verhindern Blutfluss der A. uterina + Nervenleitung im Bereich Pl. hypogastricus inf., die im inferioren Abschnitt des Lig. latum (= Lig. cardinale) verlaufen  
\- Anteflexionsläsionen des Uterus beeinträchtigen Gefäß- u. Nervenstrukturen besonders  
\- 75% der Zervixdysfunktionen treten auf linker Seite auf; findet man Dysf. rechts: an Ovarialzysten oder Uterusfibrome denken  
SPEZIFISCHE BEHANDLUNG OVARIEN  
\- Wiederherstellung der Mobilität in allen Achsen  
\- zu tief liegendes Ovar ist oft in Unterfunktion  
\- tieferliegendes und horizontal verlaufendes Ovar häufig in Perimenopause -&gt; einfache Korrektur durch leichtes Anheben nach kranial, lateral kann Funktion anregen  
\- zu hochstehendes Ovar = Dysf. des Lig. susp. ovarii, beeinträchtigt Fkt. der im Band verlaufenden Nerven und Gefäße -&gt; Ovar ist oft klein und weist auch bei jüngeren Frauen verminderte Funktion auf -&gt; Symptome wie PMS, Zyklus ohne Eisprung -&gt; Behandlung des Ligaments durch leichte Dehnung nach kaudal verschafft schnelle Verbesserung  
SPEZIFISCHE BEHANDLUNG TUBEN  
\- unbedingt erst nach Normalisierung des Lig. latum, Corpus uteri und Ovar durchführen  
\- Tuben werden durch Lateroversions- und Lateroflexionsläsionen geknickt -&gt; reduziert Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden + reduziert Funktion der Aa. &amp; Vv. im Bereich Mesoalpinx  
\- mediale Hälfte der Tuben durch A. uterina, laterale Hälfte durch A. ovarica versorgt  
-&gt; weist eher proximaler Abschnitt der Tuben Stauung auf, liegt es am Uterus, am distalen Abschnitt, Ovar betroffen  
28  
NAHRUNGSERGÄNZUNGSMITTEL UND EMPFEHLUNGEN  
\- pharmakologische Behandlung sollte nur für Frauen mit pathologischen Symptomen in Betracht gezogen werden  
\- Allgemeine Empfehlungen:  
• Speicheltest möglichst vormittags zwischen 19. und 22. Zyklustag durchführen  
• Östrogendominanz begünstigt Dysbiosen durch Pilzbefall -&gt; gute Darmflora herstellen  
• Krebszellen reagieren sensibler auf Östrogenstimulation, wenn Jodmangel vorliegt  
• Blätter des Himbeerstrauchs eignen sich als Tonikum bei Frauenbeschwerden  
• Zink und Kupfer: beeinflussen Hypothalamus – Hypophysen – Gonaden – Achse; geeignet für verspätete Pubertät oder junge Frauen mit Symptomen eines ovarialen Ungleichgewichts (unregelmäßiger Zyklus, Amenorrhö, Ovarialzysten, PMS)  
• Falsches Einkorn (Chamaelirium luteum): Unterstützung Fruchtbarkeit, libidosteigernd + Verbesserung des Tonus in Vagina und Becken  
• Mönchspfeffer: Unfruchtbarkeit und PMS -&gt; stimuliert Sekretion von LH und Progesteronsynthese; unterstützt Prolaktinspiegel -&gt; muss über einen langen Zeitraum eingenommen werden: zeigt erst Wirkung nach 3 Monaten und maximale Effizienz nach einem Jahr; Dosierung: ½ - 1 Teelöffel morgens zwischen 10. und 27. Zyklustag, während Menstruation unterbrechen  
• Sibirischer Ginseng (Taigawurzel), Lakritze und Ashwaganda begünstigen Vitalität, ohne Agitiertheit zu verursachen, und gleichen Testosterondefizit aus  
• Indianische Blaubeere oder Frauenwurzel wird in letzten Wochen der SS verwendet, um  
Uterus auf Entbindung vorzubereiten  
• SD – Unterfunktion trägt zur Hyperöstrogenie bei -&gt; Algen und Selen + SD Extrakte sind beste Ergänzungsstoffe  
• tgl. Einnahme von:  
o Vit. C: 1000 – 2000 mg / Tag  
o Vit. E: 400 IU/ tag  
o Betakarotin: 15 mg/ Tag  
o Zink: 15 – 30 mg/ Tag  
o Magnesium: 500 mg/ Tag  
PRÄMENSTRUELLES SYNDROM UND PRÄMENOPAUSE  
-&gt; nachfolgende Ratschläge gelten auch für Endometriose und Fibrome, die u.a. auch durch zu viel Östrogen entstehen  
• Lebensmittel und Pflanzen, die reich an Substanzen sind, die Progesteronspiegel anheben:  
→ Mönchspfeffer, Yamswurzel, Chinesische Engelwurz, Fenchel, Frauenmantel, echter Alant, Sägepalme  
-&gt; kein Nachweis darüber, dass Cremes aus Yamswurzel im Körper zu Progesteron umgewandelt werden  
• Prämenopause &amp; Behandlung von Ovarialzysten: natürliches Progesteron ab dem 10. Zyklustag kann verwendet werden  
• PMS und 28 Tage Zyklus: Progesteron vom 12. bis 26. Zyklustag (Anwendung am Abend begünstigt Schlaf)  
• Passionsblume wirkt ebenfalls beruhigend auf Nervensystem &amp; hilft, Reizbarkeit zu mindern + Verbessert Libido  
29  
• Vitamin B6 (3 x täglich 50 mg) reduziert Wassereinlagerungen, verbessert O2 Versorgung der weiblichen Organe, begünstigt Synthese von Progesteron und reduziert entzündliche Prozesse in Geweben  
• Vitamin B – Komplex (3 x tgl. 100mg) stabilisiert Nervensystem  
• Essentielle Fettsäuren wie Nachtkerzenöl, Leinöl oder Omega 3 begünstigen Drüsenfunktion &amp; bekämpfen Entzündungen  
• bei Brustkrebs empfohlen: Nahrungsmittel die Indol enthalten (Kohl, Rosenkohl, Brokkoli, Rüben, Leinsamen, Walnüsse und fetten Fischen)  
MENOPAUSE  
• Nahrungsmittel essen, die reich an Phytoöstrogenen sind: Soja, Kudzu, Salbei, Fenchel, Cashewnüsse, Erdnüsse, Mandeln, Äpfel, Leinsamen, Hafer, Rotklee, Hopfen  
• Hitzewallungen nehmen zu bei Stress, Angst, raffiniertem Zucker, Koffein und Alkohol  
-&gt; Mariendistel und lebertonisierende Pflanzen reduzieren  
• chinesische Engelwurz normalisiert Menstruation, mindert Hitzewallungen, Scheidentrockenheit in Menopause und unterstützt Immunsystem  
• Traubensilberkerze: östrogenartige Wirkung; hilft bei Hitzewallungen, Schlaflosigkeit, Reizbarkeit und Palpitationen; zusätzlich gegen Scheidetrockenheit, vaginale Atrophie, Kopfschmerzen und Depressionen  
• natürliches Progesteron kann 14 – 21 Tage verwendet werden (wird es gemeinsam mit Östrogensupplement verwendet, sollte Progesterondosis in ersten 3 Monaten halbiert werden, da P. die Sensibilität der Östrogenrezeptoren erhöht); beide Hormone eine Woche  
pro Monat aussetzen  
• Ginko biloba &amp; Antioxidantien bei Gedächtnisproblemen und Konzentrationsschwierigkeiten  
• Östrogen, DHEA &amp; Pregnenolon fördern Ausbildung axonaler und dendritischer Verbindungen -&gt; mindern Alzheimerrisiko  
• bei geschwächten NN, verstärken sich Menopausensymptome  
• Bewegung und Sport 2 – 3/ Woche vermindert Osteoporoserisiko, regt Stoffwechsel an und hilft gegen Depressionen  
• nach Ovarektomie Mangel an Östrogen, Progesteron und Testosteron ausgleichen Menstruationszyklus  
30  
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# Entzündungshemmende Ernährung

ENTZÜNDUNGSHEMMENDE ERNÄHRUNG  
VON KATRIN KLEINESPER 04.05.2023   
Therapiemesse Leipzig  
Begriff Definition:   
\- Aktive Entzündungen: Schmerzhaft und deutliche entzündliche Zustande  
\- Stille Entzündungen: noch nicht schmerzhafter, latenter entzündlicher Zustand. Kann sich jeder Zeit   
verändern  
➔ Stille Entzündungen förderndes Verhalten: Rauchen, einseitige Ernährung, Transfettreich, starkes   
Übergewicht, Vitamin D Mangel, hoher Zuckerkonsum, frittierte Lebensmittel, zu wenig   
Bewegung, zu viel Bewegung, Stress…   
\- Komplexe Kohlenhydrate: sind langsam und lange im System   
➔ Vollkorngetreide + Produkte, Kartoffeln mit Schale (Ballaststoffe), Vollkornreis/-nudeln, Gemüse,   
Obst, Trockenobst, 100% Direktsäfte  
\- Isolierte Kohlenhydrate: sind sehr schnell im System, Glykogenzyklus   
➔ Auszugsmehle + Produkte, „weiße“ Nudeln/ Reis, Kartoffeln ohne Schale, Limonaden/ Cola,   
Zucker, Süßigkeiten, Alkohol (besser vormittags)  
\- Ballaststoffe: es sind Pflanzenfasern, die sich i.d.R in der Schale befinden. Können nur teils oder gar   
nicht von Menschen verdaut werden.  
\- Arachidonsäure: gesättigte Fettsäuren (Omega 6), in Fleisch und tierische Fette enthalten  
➔ Auf 100g:   
Rindfleisch 40 mg  
Kalbfleisch 50 mg  
Lamm 80 mg  
Schweinefleisch 230 mg  
Huhn, Pute 270 mg  
Schweineschmalz 1700 mg  
\- Gesättigte Fettsäuren: nicht arbeitendes Fett, wird sofort gespeichert  
\- Ungesättigte Fettsäuren:   
➔ Einfach ungesättigte Fettsäuren: Omega 9 (Olivenöl, Rapsöl, Avocado)  
➔ Mehrfach ungesättigte Fettsäuren:   
• Omega 3 Fettsäuren: DHA + EPA =&gt; sind biologisch aktiv (antientzündlich u.a) -&gt;   
fettreichen Kaltwasserfische, Omega-3 Produkte  
α-Linolensäure/ALA =&gt; Vorstufe von EPA -&gt; Raps-, Lein-, Walnussöl  
• Omega 6 Fettsäuren: werden beim Erhitzen zu gesättigten Fettsäuren  
Arachidonsäure  
Linolsäure: Sonnenblumen-, Maiskern- und Distelöl   
\- Marine Omega-3-Fettsäuren: enthalten in spez. Mikroalgen, Krill, fettreichen Kaltwasserfischen  
sind die biologisch aktiven Omega-3-Fettsäuren  
➔ Eicosapentaensäure (icosapentaenoic acid – kurz EPA): Entzündungshemmend  
➔ Docosahexaensäure (docosahexaenoic acid- kurz DHA): Gehirnfunktionsunterstützend  
\- DHA (Docosahexaenoic acid): Gehirn und Nervenzellen bestehen überwiegend aus Fett, 1/3 davon   
DHA-Fettsäure.   
Ist ein wichtiger Strukturbestandteil und übernimmt Funktionen wie z.B. die Signalübertragung.   
Unterstützt das Denken und soll bei Demenz oder Depression hilfreich sein.   
➔ Fisch oder Meeresfrüchte 2x/Woche: Achtung!! Schwermetallbelastung!!!  
\- EPA (Eicosapentaenoic acid): Wirkt Entzündungshemmend, Blutdrucksenkung (Blutviskosität ↓,   
Erweiterung der Arterien), Senkung des Triglyceridspiegels im Blut, Verringerung der Blutgerinnung,   
Verringerung der Schmerzübertragung, Stimulierung der Immunabwehr  
\- α-Linolensäure: (alpha linoleic acid – kurz ALA) = Vorstufe von EPA  
Kommt in Lein-, Hanf-, Chiasamen und Walnuss- und Rapsöl vor  
ENTZÜNDUNGSHEMMENDE ERNÄHRUNG  
VON KATRIN KLEINESPER 04.05.2023   
Therapiemesse Leipzig  
FETTE  
Warum ist Omega-3 wichtig?  
\- Beim Sport:  
o Reduziert den oxidativen Stress  
o Unterstützt die Muskelfunktion und -regeneration  
o Herz- und Kreislaufgesundheit  
o Für metabolischen Effekten  
o Lungenfunktion  
o Gelenken und Regeration bei Verletzung  
o Kognitiver Leistung  
o Infektanfälligkeit  
o Schmerzregulation  
Ernährungsmuster:   
\- Früher Omega 6 zu 3 Verhältnis war 1:1, heutzutage liegt es in etwa bei 20-15:1!!  
\- Omega 6 reiche Lebensmittel reduzieren ist ein Ziel!  
➔ Distelöl  
➔ Sonnenblumenöl  
➔ Sonnenblumenkerne  
➔ Maiskeimöl  
➔ Margarine aus diesen Ölen  
➔ Produkte mit diesen Ölen (Chips, Brot, Brotaufstriche, Fertiggerichte, Kuchen, Kekse etc.)  
\- Die Zufuhr ist individuell von der Ernährung abhängig  
\- Die Empfehlungen reichen von 1,5- 6g Omega-3 /Tag  
\- Unterschiedlichen Studien nach: 2000 mg Omega-3-Fettsäuren (besonders EPA) täglich können ein   
Omega-6/3-Ungleichgewicht regulieren, für mindestens 3-4 Monate, Anschließend hohen Omega-3   
Spiegel erhalten  
Versorgungskonzept:  
\- 2 Fischmahlzeiten pro Woche, davon mindestens eine aus Kaltwasserfischen wie Lachs, Makrele,   
Hering, Thunfisch  
\- ALA-reich essen, wie Lein-, Raps-, und Walnussöl, Walnüsse  
\- Besser Butter als Margarine  
\- Nahrungsergänzungsmittel (mit Fisch- oder Algenöl, Kapseln)  
\- Mit EPA und/oder DHA angereicherte Lebensmittel (Fischprodukte, Brot/Brötchen, Margarine, Öl)  
KRÄUTER UND GEWÜRZE:  
Gewürze:  
\- Chili (getrocknet, Schotten) nicht geeignet für Pat. mit Darmbeschwerden (jeglicher Art), für Magen  
super!  
\- Ingwer (bei Arthrose)  
\- Kurkuma (bei Arthrose)  
\- Muskat  
\- Schwarzkümmel (bei Arthritis)  
\- Gewürznelke (bei Rheuma)  
\- Salbei (bei Rheuma)  
\- Zimt (bei Arthrose, Rheuma)  
ENTZÜNDUNGSHEMMENDE ERNÄHRUNG  
VON KATRIN KLEINESPER 04.05.2023   
Therapiemesse Leipzig  
Kräuter:  
\- Bärlauch  
\- Kapuzinerkresse  
\- Oregano, Thymian, Salbei (Mund, Hals)  
\- Rosmarin  
DETOX:  
Warum detoxen? Warum ist es in der heutigen Zeit wichtig, dem Körper ab und zu mal   
eine Pause zu gewähren?  
\- Es verlangsamt den Stoffwechsel!  
o Zu viel: Stress, Zucker, Koffein, Nikotin, Fast Food, Alkohol, Bewegung  
o Zu wenig Bewegung  
o Umweltgifte, Schadstoffe, Medikamente, Zahngifte, Kleidung, Kosmetik, Möbel, Putzmittel…  
Zum detoxen:   
\- Säure-Basen-Haushalt und die Mikronährstoffversorgung sind EXTREM wichtig  
o Zum Ausleiten von Schwermetallen braucht der Körper Trägerstoffe zum Binden und   
Ausleiten, also Algen, Heilerde oder Vulkangestein  
o Ein basischer Stoffwechsel arbeitet schneller  
o Konzentrierte Zufuhr der nötigen Mikronährstoffe, um Defizite schneller aufzufüllen  
o Den Stoffwechsel so schneller, aktiver zu bekommen = ein Boost-Effekt   
GUT FÜR DIE VERDAUUNG:  
Vorteile einer guten Darmflora:  
\- Bessere Nährstoffaufnahme  
\- Bessere Vitaminversorgung  
\- Bessere Stress-Resistenz  
\- Abbau von Entzündungen  
\- Allergieschutz  
\- Starkes Immunsystem  
Quellen für eine gute Darmflora:  
\- Stress-Bewältigung  
\- Sauerkraut, Molke, Kanne-Brotdrink  
\- Probiotikum: Milchprodukte mit probiotischen Bifidus-/ Laktobakterien  
\- Präbiotikum (Futter für die guten Bakterien): Ballaststoffe, Inulin, Oligofructose, Chicorée,   
Topinambur, Milch   
Unterstützend für…:   
\- Ajowan und Anis -&gt; Blähungen, Durchfall  
\- Basilikum -&gt; Blähungen  
\- Chili -&gt; Verdauungsträgheit  
\- Fenchel -&gt; Blähungen, Durchfall  
\- Ingwer -&gt; Übelkeit, Verdauungsträgheit  
\- Kümmel -&gt; Verdauungsträgheit  
\- Kurkuma -&gt; Völlegefühl  
\- Liebestöckel -&gt; Blähungen  
\- Zimt -&gt; Verdauungsträgheit  
ENTZÜNDUNGSHEMMENDE ERNÄHRUNG  
VON KATRIN KLEINESPER 04.05.2023   
Therapiemesse Leipzig  
Gut zu wissen…:  
\- Warum macht Zucker mehr Lust auf Süßes?   
➔ Zucker gelangt in den Körper -&gt; Blutzucker schießt in die Höhe -&gt; Die Bauchspeicheldrüse schüttet   
schnell viel Insulin aus -&gt; Das Insulin schleust den Zucker in Muskel-, Leber- und Fettzellen -&gt;   
Blutzucker sinkt rasch ab -&gt; Das Gehirn meldet Hunger  
\- Wirkung von Ballaststoffen  
➔ Gehören zu den Kohlenhydraten, liefern aber keine oder wenig Energie  
➔ Lösliche Ballaststoffe quellen im Körper auf = Sättigungseffekt  
➔ Senken den Cholesterinspiegel  
➔ Regulieren den Blutzuckerspiegel   
➔ Regen die Verdauung an  
➔ Empfehlung: 30g / Tag  
➔ Bsp.   
Lebensmittel Ballaststoffgehalt in g  
3 Scheiben Vollkornbrot (150g) 12,2  
2-3 Kartoffeln mit Schale (250g) 3,0  
1 Portion Brokkoli (150g) 4,5  
1 Portion Paprika (150g) 5,4  
1 Apfel (125g) 2,5  
1 Portion Beerenobst (125g) 2,5  
Ballaststoffzufuhr Gesamt 30,1  
\- Umwandlung von ALA in EPA   
➔ Die Umwandlung beträgt ca. 10 % (6% EPA, 4% DHA)   
➔ Unter Linolsäure-reicher Diät liegt die Umwandlung wahrscheinlicher bei nur 2%   
➔ ALA -&gt; durch Delta-6-Dasaturase gespalten -&gt; EPA -&gt; DHA  
o Enzymaktivität wird beeinflusst durch: Höheres Lebensalter, Genetische Veranlagung,   
Alkoholmissbrauch, Hohe Aufnahme gesättigter Fettsäuren, unzureichende Versorgung   
mit Co-Faktoren für Enzymfunktion (Zn, Mg), Diabetes Mellitu

# Schädelbehandlung Carsten Fischer

[Physiolounge 09.05.25.pdf](https://praxiswissen.physiolounge-leipzig.de/attachments/45)

# Externe Weiterbildungen

# Die Teamsitzung

# Das Teamleitermeeting