2 - Die Therapie
- Wellness (geparkt)
- Umgang mit Patienten und Kunden (geparkt)
- Anamnese
- Folgeverordnung ansprechen
- Aktive Ansprache
- Therapieabschluss
Wellness (geparkt)
Aromaölmassage
Aromaölmassage
Vorbereitung: Aromaöl in Flaschenwärmer in Zimmer bereitstellen
Liege eindecken, bei Ganzkörperanwendung Laken auflegen
Musik, Raum warm temperiert, ruhiges Zimmer benutzen
Ablauf:
– Kunden ins Zimmer bringen, klären welche Bereiche behandelt werden
– erklären was alles auszuziehen ist und wie man sich hinlegen soll
– Durchführung Entspannungsmassage
– Abschluss: mit Handtuch bedecken, Kunde kann einige Minuten noch liegen bleiben und
soll sich anschließend langsam anziehen und im Wartebereich noch etwas trinken für den
Kreislauf
Honigmassage
Honigmassage:
Vorbereitung: Honig in Schälchen
Aromaöl in Flaschenwärmer in Zimmer bereitstellen
Warmwasserbecken bereitstellen oder Zimmer 9 - Wasseranschluss vorhanden
Liege eindecken, bei Ganzkörperanwendung Laken auflegen
Musik, Raum warm temperiert, ruhiges Zimmer benutzen
Durchführung:
– Honig auf Rücken auftragen, gut verteilen, einarbeiten in die Haut
– wenn er schlecht zu verteilen geht mit Schröpfbewegungen der Hände beginnen
– Kunden immer fragen, ob Intensität passt
– Honig abnehmen mit warmer Kompresse
– erneut Honig einarbeiten und von neuem beginnen
– Honig wieder abnehmen mit warmer Kompresse
– beruhigende Abschlussmassage mit Aromaöl
– mit Handtuch bedecken, Kunde kann einige Minuten noch liegen bleiben und soll sich
anschließend langsam anziehen und im Wartebereich noch etwas trinken für den Kreislauf
Hot Stone
Vorbereitung:
- Wärmebecken, evtl. Zange
- Große Steine 6-8 für Layout, 2 Handschmeichler, 5 Chakrensteine, ca. 10 weitere Steine zur Massage
- Flaschenwärmer und Öl
- Liege mit Laken und HT eindecken
Durchführung:
- - Besprechen was behandelt wird
- Klient sitzt, Layout legen und Kunden drauflegen
- Handschmeichler platzieren, Chakrensteine legen
- Beine einölen, Massage durchführen
- Arme
- Bauch
- Steine entfernen und in BL wechseln
- Handschmeichler, Chakrensteine legen
- Beine
- Rücken
- Nachruhe
Kerzenmassage
Kerzenmassage
Vorbereitung: Massagekerze anzünden mind. ½ h vor Beginn
Liege eindecken, bei Ganzkörperanwendung Laken auflegen
Musik, Raum warm temperiert, ruhiges Zimmer benutzen
Ablauf:
– Kunden ins Zimmer bringen, klären welche Bereiche behandelt werden
– erklären was alles auszuziehen ist und wie man sich hinlegen soll
– Durchführung Entspannungsmassage
– Abschluss: mit Handtuch bedecken, Kunde kann einige Minuten noch liegen bleiben und
soll sich anschließend langsam anziehen und im Wartebereich noch etwas trinken für den
Kreislauf
Tibetische Massage
- vitalisierend und meditativ entspannend
- Aktivierung Selbstheilungskräfte
Kontraindikation: krankhaft niedriger Blutdruck
Reise auf dem Weg zur inneren Mitte und Gelassenheit
Ablauf:
- Patient in Bauchlage, sehr langsames arbeiten
- langsames auftragen von Öl
- Einspüren, Hände liegen C7 und Sacrum, kein Druck
- 7 x eine 8 durchführen:
- Ilium Lift:
-
- mit 2 Fingern gegen Uhrzeigersinn 3 Bahnen auf jeder Seite kreisen, PT bleibt auf der gleichen Seite stehen
- waagerechte Striche über gesamten Rücken
- 3 x 8 wiederholen
- von kopfwärts arbeiten, kreisen an Schulter-Nacken-Bereich
- 7x Katze: wechselseitig Druck an Trapezius, PT steht am Kopfende
- 3 x 8
- flächig von WS Richtung Flanke gleiten von caudal nach cranial gesamten Rücken abarbeiten
- waagerechte Strichführung
- Hände liegen wie zu Beginn C7 und Sacrum, nachspüren
- zudecken Ruhen lassen
Gesichtsmassage:
- Kopf in Hände legen
- eine Hand über Augen ohne Kontakt, andere Hand bleibt am Kopf
- Stirnstriche zum Haaransatz
- Liegende 8 auf Stirn
- Augenbrauen kneten mediolateral
- Augenhöhle ausstreichen bis zu Ohren
- sanfter caudaler Zug auf Unterkiefer
- Zirkelungen auf der Kopfhaut
- Traktion HWS
- Kopf halten
Wellness
Liege abgedeckt mit Laken und Handtuch sowie Handtuch als Gesichtsschutz
Lomi Massage
Umgang mit Patienten und Kunden (geparkt)
Begrüßung und Verabschiedung
Begrüßung
Für den ersten Eindruck gibt es keine 2. Chance!
Verabschiedung
Die Verabschiedung bleibt als letzter Eindruck haften
Behandlungsablauf
Behandlungsablauf.pdf
Die Behandlungsserie
Der rote Faden vom ersten bis zum letzten Termin
Befund und Therapieziel
Was unterscheidet den Befund vom Therapieziel?
Warum ist es sinnvoll, ein Therapieziel mit dem Patienten zu vereinbaren?
Zielverfolgung
Die Hausaufgabe für den Patienten
Abfrage der Zielerreichung beim Patienten
- Was hat sich verändert im Laufe der Therapie?
- Ist das Ziel aus Patientensicht erreicht?
- Was fehlt noch?
Wie geht es weiter?
Behandlungsdokumentation und Arztbericht
Therapeutenwechsel innerhalb der Behandlungsserie
Vor- und Nachteile
Privatleistungen und Wellness
Was unterscheidet den Selbstzahler vom GKV-Patienten?
Welche Handlungsweisen leiten sich daraus ab?
Physiotools
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Anamnese
1. Befundung – der Startpunkt guter Therapie
Jede gute Therapie beginnt mit einem guten Befund.
Nimm Dir die Zeit, wirklich hinzuschauen, zuzuhören und zu verstehen.
Denn selbst die beste Technik bleibt wirkungslos, wenn sie nicht auf einem klaren Verständnis des Problems basiert. Ein guter Befund gibt Dir Sicherheit, schafft Vertrauen und beantwortet die entscheidenden Fragen: Was ist das eigentliche Problem? Wo liegt die Ursache? Und wohin soll die Therapie führen?
2. Anamnese – mehr als nur Fragen stellen
Die Anamnese ist oft der Moment, in dem sich entscheidet, wie zielgerichtet Deine Therapie wird.
Höre aufmerksam zu, stelle die richtigen Fragen und nimm die Antworten ernst.
Eine gute Anamnese gibt Dir Orientierung, lenkt Deine weitere Befundung und spart Dir später Zeit. Sie hilft Dir, den Menschen hinter den Symptomen zu erkennen. Funktion und Alltag stehen dabei immer vor strukturellen Befunden.
3. Untersuche mit klarem Fokus
Verlasse Dich nicht auf Zufall oder Routine.
Gehe mit einer klaren Fragestellung in jede Untersuchung.
Formuliere eine Hypothese und prüfe sie gezielt. Teste nicht, um möglichst viel zu testen, sondern um Entscheidungen zu treffen. So bleibt Deine Untersuchung klar, sinnvoll und für die Patient:innen nachvollziehbar.
4. Die Perspektive der Patient:innen zählt
Gute Therapie entsteht im Dialog.
Nimm die Ziele, Wünsche und den Alltag der Patient:innen ernst und mache sie zum festen Bestandteil Deiner Befundung.
Wenn sich Deine Einschätzung und die Erwartungen der Patient:innen unterscheiden, sprich es offen an. Gemeinsame Ziele schaffen Vertrauen, Motivation und eine Therapie, die wirklich wirkt.
5. Ziele geben Richtung
Therapie ohne Ziel ist Bewegung ohne Richtung.
Formuliere Ziele, die greifbar, alltagsnah und überprüfbar sind.
Patient:innen sollten jederzeit verstehen können, wofür sie therapieren. Klare Ziele geben Dir Orientierung, schaffen Motivation und machen Fortschritte sichtbar.
6. Dokumentation – Dein Denken sichtbar machen
Dokumentation ist kein Pflichtpunkt, sondern ein Ausdruck Deiner Professionalität.
Sie zeigt, wie Du denkst, entscheidest und handelst. Eine klare Struktur hilft nicht nur Dir selbst, sondern ermöglicht auch Deinen Kolleg:innen, nahtlos anzuknüpfen. So entsteht Qualität, die bleibt – über einzelne Termine hinaus.
Folgeverordnung ansprechen
Kontinuität aktiv sichern
1. Übernimm Verantwortung für den gesamten Therapieverlauf
Behalte nicht nur den aktuellen Termin, sondern den gesamten Verlauf im Blick.
Oft endet der Therapiebedarf nicht mit der letzten Behandlung einer Verordnung.
Plane vorausschauend und denke einen Schritt weiter – denn Kontinuität ist einer der wichtigsten Faktoren für nachhaltige Behandlungsergebnisse.
2. Sprich Folgeverordnungen frühzeitig an
Thematisiere eine mögliche Folgeverordnung rechtzeitig, idealerweise spätestens zur Hälfte der laufenden Verordnung.
So gibst Du Deinen Patient:innen genug Zeit, Arzttermine zu organisieren und ihre Planung anzupassen. Gleichzeitig vermeidest Du Therapieunterbrechungen und organisatorische Brüche.
3. Schaffe Mehrwert durch transparente Kommunikation
Informiere frühzeitig über den weiteren Behandlungsbedarf und erkläre verständlich, warum zusätzliche Maßnahmen sinnvoll sein können.
Das gibt Sicherheit, schafft Orientierung im Verlauf der Therapie und stärkt Vertrauen sowie Mitarbeit der Patient:innen.
4. Vermeide Unterbrechungen und unnötige Wechsel
Achte auf einen klaren Ablauf im Behandlungsprozess und halte Terminlücken möglichst gering.
So bleibt die therapeutische Kontinuität erhalten, unnötige Therapeut:innenwechsel werden vermieden und die Behandlungsqualität steigt für alle Beteiligten.
5. Bringe Deine fachliche Kompetenz aktiv ein
Empfiehl aktiv passende und sinnvolle Heilmittel auf Grundlage des tatsächlichen Therapieverlaufs und der individuellen Bedürfnisse.
Nutze geeignete und zielführende Behandlungsformen bewusst – Du gestaltest den Therapieprozess, nicht nur den einzelnen Termin.
6. Nutze einheitliche Prozesse als Qualitätsmerkmal
Dokumentiere Gespräche zur Folgeverordnung nachvollziehbar und strukturiert.
So bleibt das gesamte Team informiert und handlungsfähig. Klare Abläufe unterstützen Dich im Alltag und sichern Qualität, Organisation und Wirtschaftlichkeit unserer Praxis.
Aktive Ansprache
Beziehung bewusst gestalten
1. Nutze persönliche Ansprache als Grundlage der Therapie
Sprich Deine Patient:innen bewusst persönlich an und begegne ihnen wertschätzend.
Die Art, wie Du kommunizierst, beeinflusst den Therapieverlauf maßgeblich. Eine stabile therapeutische Beziehung fördert Vertrauen, Mitarbeit und nachhaltige Behandlungsergebnisse.
2. Deine Haltung wirkt stärker als jede Technik
Mach Dir bewusst: Deine Kommunikation prägt den Behandlungserfolg oft mehr als einzelne Techniken.
Eine klare, ruhige und wertschätzende Haltung gibt Sicherheit und Orientierung. Motivation entsteht vor allem durch Beziehung – nicht durch Maßnahmen allein.
3. Setze Begrüßung und Körpersprache gezielt ein
Begrüße Deine Patient:innen bewusst und nenne sie beim Namen.
Nutze Blickkontakt, Freundlichkeit und eine offene Körperhaltung.
Du wirst jederzeit wahrgenommen – nicht nur während der Behandlung, sondern auch davor und danach.
4. Stelle individuelle Fragen statt Routinefloskeln
Verzichte auf automatische Standardfragen und gehe in echten Dialog.
Stelle offene und persönliche Fragen, die Dir zeigen, was sich im Alltag verändert hat. So förderst Du aktive Beteiligung und erhältst relevante Informationen für Deine Therapie.
5. Beobachte, beschreibe und mache Fortschritte sichtbar
Beschreibe Deine Beobachtungen sachlich und nachvollziehbar statt sie zu bewerten.
Sprich positive Entwicklungen konkret und zeitnah an. Wertschätzendes Feedback stärkt Motivation und Selbstwirksamkeit Deiner Patient:innen.
6. Lebe persönliche Ansprache als Teil Deiner Professionalität
Begegne allen Patient:innen konsequent freundlich und individuell.
Die Art, wie Du ansprichst und kommunizierst, prägt den Eindruck unserer Praxis nach innen und außen. Sie ist kein Extra – sondern Ausdruck Deiner professionellen therapeutischen Haltung.
Therapieabschluss
Therapie bewusst abschließen
1. Denke über den letzten Termin hinaus
Behalte im Blick: Therapie endet nicht automatisch mit der letzten Behandlung einer Verordnung.
Bereite Deine Patient:innen darauf vor, den Therapieerfolg langfristig zu erhalten. Ein guter Abschluss stärkt Zufriedenheit, Vertrauen und die Bindung an unsere Praxis.
2. Gib Orientierung und Sicherheit
Erkläre klar, wo Deine Patient:innen aktuell stehen und wie es weitergeht.
Sprich über Belastbarkeit, mögliche Rückfälle und Entwicklungsschritte. Sicherheit entsteht, wenn der erreichte Stand verständlich eingeordnet wird und der weitere Weg klar ist.
3. Mache Fortschritte sichtbar
Vergleiche gemeinsam den Ausgangszustand mit der aktuellen Situation.
Lenke den Blick auf konkrete Verbesserungen im Alltag, im Beruf oder im Sport. Binde Deine Patient:innen aktiv in diese Reflexion ein – so werden Erfolge greifbar.
4. Vermeide unklare Abschlüsse
Beende eine Therapie nicht zwischen Tür und Angel oder unter Zeitdruck.
Ein fehlender oder hektischer Abschluss hinterlässt Unsicherheit und schmälert den Therapieerfolg. Nimm Dir bewusst Zeit für einen strukturierten Abschluss.
5. Bereite Selbstmanagement gezielt vor
Gib klare Empfehlungen für Training, Übungen oder weiterführende Maßnahmen.
Erkläre, wann eine erneute Therapie sinnvoll ist und wann nicht. So stärkst Du Eigenverantwortung und Vertrauen in die eigene Belastbarkeit.
6. Schaffe einen runden Abschluss
Plane ausreichend Zeit ein und verabschiede Deine Patient:innen wertschätzend.
Am Ende sollen sie ihren Status verstehen und konkret wissen, wie sie weitermachen. Ein klarer Abschluss fühlt sich für beide Seiten stimmig an und bleibt positiv in Erinnerung.